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Zurückhaltende Stimmung an den europäischen Börsen

Die meisten Marktteilnehmer erwarteten eine Zinserhöhung der EZB am Donnerstag.

Reuters LONDON. Die europäischen Börsen haben bis zum Dienstagmittag überwiegend schwächer tendiert. Trotz einer positiven Wall Street Vorlage herrsche vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag eine vorsichtige Stimmung an den Märkten, sagten Händler. Die meisten Marktteilnehmer erwarteten eine Zinserhöhung der EZB. Bis zur Entscheidung werde das Handelsvolumen bei abwartender Haltung der Anleger weiter dünn bleiben.

Ein weiteres wichtiges Thema sei das vorgelegte Übernahmeangebot der schwedischen OM Gruppen für die Londoner Börse(LSE), hieß es. Die LSE, die mit der Deutschen Börse AG fusionieren will, hatte das Angebot umgehend abgelehnt. Experten zufolge ist der Beginn einer Übernahmeschlacht nicht auszuschließen. Sowohl die LSE als auch die OM Gruppen sind börsennotiert, und verbuchten an ihren Heimatbörsen als Reaktion auf das Angebot Kursgewinne. Gesucht waren Händlern zufolge auch defensive Titel im Finanz- und Energiesektor. Gewinne gab bei Telekommunikations-, Medien- und Technologietiteln(TMT), die gegen Mittag jedoch teilweise abbröckelten. Besonders Fondsmanager investierten wieder in den zuvor vernachlässigten Sektor, hatten Händler bei Eröffnung der Märkte gesagt.

In New York hatte der Dow-Jones-Index am Montag um 0,54 Prozent höher auf 11.252,84 Zählern geschlossen. Der Nasdaq-Composite-Index ging mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 4071,10 Zähler. Der Stoxx-50-Index für die 50 größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verlor bis zum Mittag 0,3 Prozent auf 4999 Punkte. Der Euro-Stoxx-50-Index für die Blue Chips aus der Europäischen Währungsunion (EWU) fiel um 0,2 Prozent auf 5192 Zähler.

LONDON - FTSE-Index ohne klare Richtung



Nach der Feiertagspause vom Vortag hat der FTSE-Index an der Londoner Börse ohne klare Richtung notiert. Das Kursbarometer lag gegen Mittag mit 0,1 Prozent schwach im Plus bei 6574 Punkten. Titel von Börsenbetreiber LSE kletterten um über 17 Prozent, und befestigten sich bei einem Plus von 12 Prozent auf 26,50 Pfund. Aktien der Ölkonzerne BP Amoco und Shell legten jeweils um rund ein Prozent zu. British Telecom verloren bis gegen Mittag 0,6 Prozent, und bremsten Händlern zufolge einen anfänglichen Erholungstrend im Sektor Telekommunikation. Aktien von Marktschwergewicht Vodafone hielten Eröffnungsgewinne, und legten um 1,4 Prozent auf 272 Pence zu.

ZÜRICH - Orientierungslos

Der SMI-Index an der Schweizer Börse hat nach gehaltener Eröffnung 0,6 Prozent auf 8288 Punkte verloren. Finanzwerte seien gesucht, während es bei den Industriewerten zu leichten Abschlägen komme, sagten Händler. Holderbank und UBS legten leicht zu. Clariant, deren Aussichten Analysten zufolge etwas enttäuscht hätten, verloren 20 Franken oder rund drei Prozent auf 608 sfr. Ebenso unter Druck präsentierten sich Aktien von Swisscom, die ebenfalls rund drei Prozent einbüßten.

PARIS - CAC-Index vom Minus ins Plus

In Paris drehte der CAC-40-Index nach negativer Eröffnung gegen Mittag um 0,1 Prozent auf 6623 Zähler ins Plus. Marktschwergewicht France Telecom verlor 1,8 Prozent, und belastete Händlern zufolge den Index. Auch ein Verlust von rund vier Prozent beim Autohersteller Peugeot zog die Kurse in Paris nach unten. Zeitungen hatten von technischen Problemen beim Modell 406 berichtet. Ein Unternehmenssprecher bezeichnete die Angelegenheit als nicht besonders ernst. Im TMT-Sektor gewannen Vivendi rund drei Prozent dazu.

MAILAND - Mib30-Index leichter

Der Mailänder Aktienhandel verbuchte Abschläge. Bis zum Mittag verlor der MIB30-Index 0,3 Prozent auf 47.262 Punkte. Coin Gruppo legten nach Übernahme von 99 Filialen der deutschen Kaufhalle rund sieben Prozent zu. ENI verbilligten sich um 0,08 Prozent auf 6,61 Euro.

MADRID - Von Telefonica belastet

Dank des schwächer notierenden Indexschwergewichts Telefonica büßte der Ibex-Index in Madrid 0,3 Prozent auf 10867 Punkte ein. Telefonica-Titel notierten rund 0,2 schwächer auf 21,8 Euro. Bei der Internet-Tochter Terra Networks kam es hingegen zu Gewinnen. Terra-Aktien legten rund zwei Prozent zu. Fast-Food-Firma Telepizza verloren rund 1,2 Prozent.

AMSTERDAM - AEX-Index schwächer

Im Amsterdamer Aktienhandel hat der AEX-Index bei geringen Umsätzen 0,17 Prozent auf 694 Punkte verloren. "Es gibt immer noch leichtes Aufwärtspotenzial, aber der Index sollte die 700-er Marke bald erreichen, sonst konsolidieren wir auf niedrigerem Niveau", sagte ein Analyst. KPN Telecom-Aktien fielen in Erwartung schwächerer Gewinnzahlen um rund zwei Prozent. Chemiekonzern AKZO Nobel legten rund drei Prozent zu. IT-Unternehmen Ordina gewannen als größter Gewinner bei den Nebenwerten nach positiven Halbjahreszahlen rund zehn Prozent.

WIEN - ATX-Index seitwärts

An der Wiener Börse tendierten die Aktienkurse seitwärts. Der ATX-Index verlor 0,06 Prozent auf 1171 Punkte. Gute Halbjahresergebnisse bei Brau-Union ließen den Kurs im Verlauf um rund vier Prozent steigen. Auch Wienerberger,legten nach guten Ergebnissen um rund ein Prozent zu, ebenso BBAG, die zwei Prozent zulegten. Bank Austria verbilligten sich um 0,6 Prozent auf 60,50 Euro.

BRÜSSEL - BEL20-Index uneinheitlich

In Brüssel hat der Bel20-Index nach anfänglichen Gewinnen gegen Mittag um 0,04 Prozent auf 3170 Punkte nachgegeben. Electrabel setzten den Aufwärtstrend der vergangenen Tage nicht fort, und verloren rund ein Prozent auf 244 Euro. Aktien von Marktschwergewicht Fortis gaben rund 0,5 Prozent ab.

STOCKHOLM - OM Gruppen steigen gegen den Trend

An der Stockholmer Börse haben die Aktien der dortigen Börsenbetreiber OM Gruppe nach dem vorgelegten Übernahmeangebot für die LSE gegen den Trend zugelegt. Bei einem um 0,25 Prozent schwächeren OMX-Index auf 1321 Punkten stiegen OM-AKtien um sieben Kronen auf 432 skr. Ericsson und Nokia verloren jeweils rund zwei Kronen.

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