Zurückhaltung vor allem bei Technologiewerten
Europas Börsen schwächer

Die europäischen Börsen haben zum Wochenauftakt mehrheitlich schwächer tendiert. Vor allem bei Technologiewerten beobachteten Händler zurückhaltende Investoren. "Es herrscht eine gewisse Vorsicht angesichts der erwarteten Geschäftszahlen von Oracle, aber British Telecom sorgt für eine gewisse Erleichterung", sagte David Thwaites, Europa-Stratege bei BNP Paribas.

Reuters FRANKFURT. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz notierte gegen Mittag mit 0,74 % im Minus bei 4 034 Zählern, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,75 % auf 4 204 Zähler nachgab.

Gegen Mittag deuteten die wichtigsten US-Trendbarometer, der S&P 500-Future und der Nasdaq-Future auf einen behaupteten Auftakt an der Wall Street. Der S&P 500-Future notierte unverändert bei 1 226 Punkten, während der Nasdaq-Future mit 3,5 Punkten im Plus bei 1 732 Zählern notierte.

Die New Yorker Aktienmärkte waren leichter aus der vergangenen Woche gegangen. Der Dow-Jones-Index hatte 0,62 % schwächer geschlossen bei 10 623 Punkten. Die Werte der Technologiebörse Nasdaq waren 0,77 % tiefer aus dem Handel gegangen bei 2 028 Punkten.

London - Schwächer mit Abschlägen bei Ölwerten

Die Londoner Börse präsentierte sich schwächer, gezogen von Verlusten bei dem Ölkonzern BP und dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline. Der FTSE-Index notierte 0,59 % schwächer bei 5 689 Punkten. "Bevor es von Seiten der Unternehmen und anhand von Wirtschaftsindikatoren keine klaren Anzeichen dafür gibt, dass sich die Zinspolitik positiv auswirkt, werden die Leute weiterhin sehr nervös sein", sagte ein Händler. Zuschläge verzeichnete British Telecom nach der nach Ansicht des Unternehmens gelungenen Bezugsrechtemission. Der Wert kletterte um 0,81 % auf 437-1/2 Pence. BP-Titel gaben dagegen 1,25 % auf 629-1/2 Pence ab. GlaxoSmithKline -Aktien notierten 1,51 % im Minus bei 1 958 Pence.

Zürich - Leichter mit Sulzer im Minus

Die Schweizer Börse hat etwas leichter notiert. Händler sprachen von einem Geschäft in geordneten Bahnen. Einmal mehr stünden die "Sorgenkinder" unter Druck. Sulzer, Sulzer Medica und Swissair setzten den Tiefflug fort. Sonst könnten möglicherweise aus dem Eurex-Verfall stammende frei gewordene Positionen den Markt noch etwas bremsen, sagten Händler. Der SMI-Index notierte gegen Mittag mit 0,45 % im Minus bei 7 295 Zählern. Sulzer Medica teilte mit, im Zusammenhang mit den Problemen mit Hüft- und Knieimplantaten würden erhebliche finanzielle Belastungen in den USA nicht ausgeschlossen. Medica-Aktien sackten daraufhin fünf Prozent auf 132 sfr ab, und Sulzer-Titel fielen um 3,3 % auf 607 sfr.

Paris - Schwächer mit Verlusten bei Werbeunternehmen

Die französischen Aktienwerte tendierten schwächer, gezogen von Telekom, Technologie- und Medienwerten. Der CAC 40-Index notierte gegen Mittag mit 0,73 % im Minus bei 5 205 Zählern. Vor allem die Werbebranche verzeichnete deutliche Einbußen. Der Aktienkurs von Havas Advertising fiel um 5,7 % auf 12,70 Euro. Publicis -Titel gaben 5,8 % auf 28,95 Euro ab. Am Sonntag hatte die Werbeagentur JC Decaux angekündigt, die Preisspanne für ihren Börsengang auf 16,5 bis 19,5 Euro je Aktie von zuvor anvisierten 21 bis 24,5 Euro je Aktie herunterzusetzen.

Mailand - Schwächer nach Dividendenzahlungen

Die italienischen Aktienwerte präsentierten sich zum Wochenanfang schwächer. Der Mib 30-Index notierte 1,36 % im Minus bei 36 845 Punkten. Händlern zufolge waren die Verluste zu einem großen Teil auf einen Rückzug der Investoren nach der Dividendenauszahlung zurückzuführen. Klar nach unten gezogen wurde der Index durch den Verlust bei Eni . Der Aktienkurs des zu mehr als 20 % im Index gewichteten Versorgers gab 1,76 % ab auf 14,87 Euro. Unter Druck geriet auch die Telecom Italia Mobile , die Aktien gaben um 1,38 % auf 5,88 Euro ab.

Madrid - Schwächer wegen Lateinamerika-Sorgen

Die Börse in Madrid präsentierte sich schwächer. Marktexperten zufolge drückten neue Sorgen über die Wirtschaftskrise in Lateinamerika die Aktienkurse der beiden schwergewichtigen Banken BBVA und Banco Santander sowie der Telefonica deutlich nach unten. Alle drei Unternehmen sind in Lateinamerika finanziell stark engagiert. Der Ibex 35-Index notierte 1,4 % tiefer bei 9 233 Punkten. BBVA -Titel gaben 2,2 % ab, Banco-Santander -Aktien verloren 3,16 %. Der Wert von Telefonica fiel um 2,3 % auf 16,17 Euro.

Amsterdam - Leichter trotz Korrekturen bei Telekoms

Die niederländischen Aktienwerte präsentierten sich nach frühen Zuschlägen gegen Mittag leichter. Dennoch konnten sich Technologie- und Telekomwerte nach heftigen Verlusten am Freitag etwas erholen. Versatel-Titel verzeichneten ein Plus von 0,8 % auf 3,79 Euro nach einem Verlust von sechs Prozent am Freitag. KPN Telecom-Aktien kletterten um 3,1 % auf 6,72 Euro. KPN hatte am Vormittag mitgeteilt, eine Bezugsrechtemission käme zurzeit nicht in Frage und damit seit Wochen anhaltende Marktspekulationen dementiert.

Wien - Leichter mit Talfahrt bei Libro

Die österreichischen Aktienwerte tendierten leichter, der ATX-Index notierte 0,35 % tiefer bei 1 227 Punkten. Deutliche Zuschläge verzeichnete der Energieversorger EVN , die Titel kletterten um 4,95 % auf 34,74 Euro. Der Aktienkurs des Energieversorgers Verbund gewann 1,09 %. Unter Druck gerieten dagegen die Titel der VA Stahl. Sie gaben um 1,54 % auf 34,51 Euro nach. Die Aktien des Medienhändlers Libro gaben mehr als 15 % ab nach einem Zeitungsbericht, wonach das Unternehmen wesentlich höher verschuldet sei als bisher angenommen.

Brüssel - Freundlich getragen von Finanzwerten

Die belgischen Aktienwerte tendierten freundlich, getragen von den Finanzwerten. Der Bel 20-Index notierte 0,41 % im Plus bei 2 817 Punkten. Bei dem Finanzdienstleister Dexia wurde am Montag ein Aktiensplit im Verhältnis 1:10 wirksam. Die Aktien notierten gegen Mittag bei 17,79 Euro. Der Aktienkurs der Pharmagesellschaft UCB stieg um 1,57 % auf 27,70 Euro. Der zu knapp einem Viertel im Index gewichtete Finanzdienstleister Fortis legte ebenfalls zu, die Titel stiegen um 0,73 % auf 27,70 Euro.

Stockholm - Schwächer mit Telekoms im Minus

Die Stockholmer Börse präsentierte sich schwächer. Der OMX-Index notierte 0,89 % im Minus bei 859 Zählern. Das Telekomunternehmen Telia geriet unter Druck, die Aktien gaben 1,8 % auf 54,50 skr ab. Auch das Telekomunternehmen Ericsson verbuchte wieder Verluste, der Aktienkurs lag 1,82 % im Minus bei 54 skr. Zuschläge verzeichneten die Titel des Waldwirtschaftsunternehmens Stora Enso, die 1,4 % auf 108,50 skr zulegten.

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