Zurückhaltung vor neuer Zahlenflut
Nemax tendiert leichter

Der Neue Markt hat sich am Freitag zwischen Plus und Minus bewegt. Zunächst waren die Wachstumswerte noch im Schlepptau einer kleinen Rallye an der Nasdaq gestiegen, kippten dann kurzfristig nach den neuen US-Daten zur Arbeitslosigkeit.

dpa FRANKFURT. Danach erholte sich der Neue Markt bald. Am Abend stand der Nemax 50 bei 1064 Punkten - ein Abschlag von 0,1 %. Der All Share gab 0,1 % auf 1044 Zähler ab.

Am Markt sei wenig los, sagte eine Händlerin, weil viele Anleger auf die Quartalszahlen der kommenden Woche warten. Die Arbeitsmarktdaten in den USA drückten nur wenig auf die Stimmung, urteilte sie. Die Arbeitslosenquote sei zwar so hoch wie seit 1980 nicht mehr, aber man habe mit einer Negativmeldung rechnen müssen.

Größter Gewinner im Nemax 50 war Fantastic Corp . Das Papier des Softwarehauses zog um satte 10,4 % auf 0,53 Euro an. Händler machten eine Kaufwelle unter Kleinanlegern aus. Sie hätten miterlebt, wie Fantastic von 53 Euro Anfang 2000 auf 0,28 Euro gefallen sei und versuchten nun selbst, eine Dynamik nach oben schaffen.

Consors , ebenfalls im Nemax 50 notiert, stand am Abend bei 12,25 Euro - ein Plus von 2,4 %. Laut Presseberichten will die US- Technologiebörse, die Nasdaq, den Nürnberger Internetbroker als Partner für den Einstieg in Deutschland gewinnen und an der Nasdaq Europe beteiligen.

Die Softwarefirma Brainpower hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ihren Umsatz mit 2,2 Mill. Euro mehr als verdoppelt. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) und vor Restrukturierungskosten stieg von minus 2,4 Mill. Euro im zweiten Quartal auf plus 1,9 Mill.. Finanzvorstand Bill Holwell erwartet, dass das Unternehmen im vierten Quartal 2002 den Gewinndurchbruch schafft. Die guten Nachrichten wurden von den Anlegern mit einem Gewinn von 42,2 % auf 1,92 Euro honoriert.

Steag Hamatech büßte 5,5 % auf 6,85 Euro ein. Die Neunmonatszahlen des Herstellers von Produktionsanlagen für DVD- und CD seien wie erwartet ausgefallen, sagte ein Händler. Steag falle wohl mit dem Gesamtmarkt.

Die Aktie des Internet-Dienstleisters Kabel New Media wird ab Montag nicht mehr am Neuen Markt gehandelt. Die neuen Delisting- Regeln der Deutschen Börse, die seit 1. Oktober gelten, brachten dem einstigen Börsenliebling, der in der Spitze - im März 2000 - 80 Euro kostete, den unrühmlichen Rauswurf aus dem Wachstumssegment. Damit ist Kabel New Media der erste Titel der New Economy, der vom Kurszettel des Wachstumssegments verschwindet. Ein Insolvenzverfahren, das am 1. September eröffnet wurde und Verstöße gegen Börsenregeln veranlassten die Börse zum Rauswurf von Kabel New Media. Die Aktie verabschiedete sich mit einem Abschlag von 20 % und kostete noch 0,08 Euro.

AmaTech-Aktien, die am Vortag völlig grundlos dreistellig anzogen, brachen um 46,4 % auf 2,60 Euro ein. Hier freuten sich die Spekulanten über die Gewinne, die sie nun mitnehmen können, sagte ein Händler.

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