Zurückhaltung vor US-Wahlen
Neuer Markt gibt nach

Die Anleger verhalten sich vor den Wahlen in den USA zurückhaltend.

Reuters FRANKFURT. Der Handel am Frankfurter Neuen Markt hat sich am Dienstag Händlern zufolge auf Grund der in den USA stattfindenden Präsidentschaftswahl sowie einer schwachen Nasdaq-Vorgabe zurückhaltend präsentiert. Bei nur mäßigen Umsätzen notierte der Nemax All-Share-Index am frühen Nachmittag 2,28 % schwächer auf 4 218 Punkten, während der selektive Nemax50-Index um 2,76 % auf 4 535 absackte. Die US-Technologiebörse Nasdaq ging am Montag leichter aus dem Börsentag. Der technologielastige Nasdaq-Composite-Index verlor 1,02 % auf 3 416,39 Zähler.

"Es herrscht heute Unentschlossenheit", sagte ein Händler. Die Leute wollen lieber die Entscheidung in den USA abwarten und dann sehen wie der Markt dort reagiert." Einzelne Werte wie Infomatec, Gigabell oder Nemetschek ragten mit deutlichen Kursausschlägen heruas, ingesamt fehle aber der Schwung. "Im Bereich der Nasdaq-Vorgabe dürfte heute wenig für uns drin sein", sagte er.

In den USA findet am Dienstag die Wahl des künftigen Präsidenten statt. Unter Börsianern herrscht überwiegend Einigkeit darüber, dass der Ausgang der Wahl keinen großen Einfluss auf den Aktienmarkt in Deutschland haben wird.

Die Aktien der von der Involvenz bedrohten Teamwork Information Management AG legten am Morgen eine Achterbahnfahrt hin, nachdem die Aktie am Dienstag wieder zum Handel zugelassen war. Teamwork verloren zu Anfang rund 30 %, machten die Verlust im weiteren Verlauf jedoch wieder wett und legten in der Spitze sogar über 30 % zu. Gegen Nachmittag pendelten sich die Titel auf 3,71 Euro ein, ein Plus von 4,5 % ein. Vergangene Woche hatte die Gesellschaft einen Antrag zur Einleitung eines Insolvenzverfahrens gestellt, woraufhin die Aktien vom Handel ausgesetzt wurden.

Die Aktien von Nemetschek führten die Gewinnerliste mit einem Plus von mehr als 13 % auf 20 Euro an. Händler führten den Anstieg auf eine technische Reaktion zurück. Die Aktie war um rund 45 % gefallen, nachdem das Unternehmen vorige Woche enttäuschende Neun-Monats-Zahlen vorgelegt hatte.

Im Aufwind lagen die Papiere der Linos AG mit einem Plus von knapp neun Prozent auf 79,80 Euro. Die Gesellschaft hatte am Morgen mitgeteilt, von einem US-Unternehmen einen Auftrag in der Größenordnung von 23 Mill. US-Dollar erhalten zu haben. Der Auftrag über Komponenten für optische Schalter beschere dem Unternehmen den Eintritt in den Telekommunikationssektor sowie eine Ausweitung seiner Aktivitäten in den USA, hieß es. Weitere Details wollte die Gesellschaft allerdings nicht nennen.

Die Aktie der angeschlagenenen Gigabell AG gehörte mit einem Abschlag von mehr als 13 % zu den größten Verlierern bei den Wachtsumswerten. Händler begründeten die Kursbewegung mit spekulativen Käufen.

Infomatec gaben um mehr als 15 % nach, was Händler mit Gewinnmitnahmen begründeten. Am Vortag hatte das Papier um mehr als 116 % angezogen, nachdem die Gesellschaft mitgeteilt hatte, sich auf das Geschäftsgebiet interaktives Fernsehen konzentrieren zu wollen.

Zwei Unternehmen debütierten mit ihren Aktien am Dienstag am Neuen Markt, keiner der beiden Börsenneulinge konnte jedoch mit großen Kurszuwächsen aufwarten.

Neuemissionen notieren fast unverändert

Die Aktien des Börsenkandidaten Wige Media AG sind am Morgen auf dem Niveau ihres Ausgabepreises von fünf Euro an den Amtlichen Handel gestartet, nachdem sie in einer Preisspanne von fünf bis 7,50 Euro angeboten worden waren. Zur Mittagszeit notierte Wige bei 5,60 Euro.

Die Heiler Software AG ist am Dienstag mit neun Euro auf dem Niveau seines Ausgabepreises in den Handel am Frankfurter Neuen Markt gestartet, notierte aber zur Mittagszeit auf 9,45 Euro.



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