Zurzeit gebe es durchaus mehr Geld aus Anlagemöglichkeit
Investments im Ökobereich sollen steigen

Finanzanlagen mit ökologischen und ethisch motivierten Zielsetzungen werden nach einer Studie in den kommenden Jahren deutlich zulegen.

dpa BERLIN. Die Investments haben zwar noch ein kleines Marktvolumen, werden aber prozentual stärker steigen als Anlagen in anderen Bereichen, sagte Jörg Weber vom Branchendienst Ecoreporter.de (Dortmund) am Donnerstag in Berlin im Vorfeld der Messe "Grünes Geld". Als Problem sieht er, dass es zurzeit durchaus mehr Geld als Anlagemöglichkeiten gebe.

In der Studie, die der Branchendienst im Auftrag der Messe Berlin erstellte, wird auch mit dem Vorurteil aufgeräumt, Öko-Anleger seien nicht risikobereit und renditebewusst. "Umweltschutz und Rendite müssen sich nicht mehr ausschließen", hieß es.

Geldanlagetipps auf der Messe "Grünes Geld"

Vom 25. bis 27. Januar findet auf der Grünen Woche die Messe für ökologische und ethische Geldanlagen statt. 41 Aussteller werden Fachleute und Privatinteressenten über diese Anlageform informieren. Auf einem zeitgleichen Kongress sollen die Ergebnisse der Marktstudie zur Entwicklung von Aktien und Fonds vorgestellt und Perspektiven diskutiert werden.

In den vergangenen drei Jahren sind nach der Studie in Öko-Aktien, Fonds und Zertifikate rund drei Mrd. DM geflossen. Ende 1998 seien es erst 600 Mill. DM gewesen. Börsennotierten Unternehmen waren 1998 etwa 80 Mill. DM zugeflossen; zwei Jahre später seien es bereits 552 Mill. DM gewesen. Mehr Geld sei auch in außerbörslich gehandelte Unternehmen geflossen.

Eine stärkere Gewichtung von Öko-Anlagen in den Kapitalmärkten hat der Bundestagsabgeordnete Ernst Ulrich von Weizsäcker (SPD) gefordert. Ziel müsste sein, einen Anteil von 10 % zu erreichen. Nach Angaben der Studie hatten die Fonds in Deutschland einen Anteil von 0,4 % am Gesamtmarkt. Wichtig sei auch eine Transparenz der Fonds über ihre Anlagen im Ökobereich.

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