Zusätzliche Einnahmen erwartet
T-Mobile-Handys werden musikalisch

T-Mobile, größter Mobilfunkbetreiber in Deutschland und die Nummer Zwei in Europa, bringt nun auch Musik aufs Handy. Am Montag wurde ein entsprechender Service gestartet. Binnen Jahresfrist sollen von den neuen Handy-Modellen, die den Dienst unterstützen, eine Million Geräte verkauft und damit zusätzliche Einnahmen generiert werden.

HB LONDON. Handy-Nutzer könnten ab sofort mit fünf neuen Mobiltelefon-Modellen der führenden Anbieter Nokia, Motorola und Sony Ericsson Musik-Stücke aus dem Internet herunterladen, speichern und in CD-Qualität anhören, teilte T-Mobile in London mit. Der Dienst wird unter dem Namen "Ear Phones" vermarktet, bis Jahresende soll die Modell-Palette der Musik-Handys auf zwölf wachsen. Für das Herunterladen der Songs werden jeweils 1,5 Pfund in Großbritannien oder 1,5 ? im übrigen Europa berechnet, gut die Hälfte mehr als derzeit im Internet üblich. Bis Ende des Jahres 2006 will T-Mobile vier Mill. Ear-Phone-Handys im Walkman-Design absetzen.

In der Startphase des neuen T-Mobile-Dienstes stehen den Angaben zufolge zunächst nur rund 500 Songs der führenden Plattenfirmen Sony, Universal Music und Warner Music, kleinere Labels wie Edel oder Chrysalis hätten Interesse an einer Zusammenarbeit geäußert. Die Songs sind auf 90 bis 120 Sekunden Länge gekürzt. Im Jahresverlauf soll die Musik-Palette auf rund 250 000 Songs in voller Länge wachsen. Die Ear-Phones-Handys will T-Mobile zunächst nur seinen Kunden mit Laufzeitvertrag zu einem Preis von knapp 30 Pfund beziehungsweise knapp 60 ? anbieten. Handys für Kunden mit Guthabenkarten sollen in den nächsten Monaten folgen.

Die Musikfirmen leiden bereits seit längerer Zeit unter sinkenden Verkaufszahlen, wozu ihren Angaben zufolge vor allem Raubkopien im Internet beigetragen haben. Von dem Verkauf von Songs über Mobilfunkgeräte versprechen sie sich ebenso wie die Netzbetreiber zusätzliche Einnahmen. Der größte europäische Mobilfunkanbieter Vodafone sowie die Konkurrenten Orange und MMO2 hatten zuletzt ebenso angekündigt, in das Geschäft mit Musik-Diensten einzusteigen.

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