Zusage an US-Aussenministerin gegeben
Nordkorea verzichtet auf Mittelstreckenraketen

Anlässlich des Besuchs der US-Aussenministerin Madeleine Albright, versprach Staatschef Kim Young Il auf weitere Rakententests zu verzichten.

Reuters PJÖNGJANG. Der nordkoreanische Staatschef Kim Yong Il hat nach amerikanischen Angaben den Verzicht auf die weitere Erprobung der Mittelstreckenrakete "Taepodong" zugesagt. Außenministerin Madeleine Albright sagte am Dienstag in Pjöngjang, Kim habe bei einem Massenaufmarsch zu ihren Ehren am Montag gesagt, der Flug im vergangenen Jahr sei der erste und der letzte gewesen. Aus ihrer Delegation verlautete ergänzend, Kim habe das in den Gesprächen wiederholt.

Albright zieht positive Bilanz

Ministerin Albright zog eine positive Bilanz ihrer insgesamt sechstündigen Unterredungen mit Kim am Montag und Dienstag. Es habe wichtige Fortschritte gegeben, sagte sie. Es bleibe aber noch eine Menge zu tun. Zweck des ersten Nordkorea-Besuches eines amerikanischen Außenministers war, die Bedingungen für einen Besuch Präsident Bill Clintons zu schaffen. Der Verzicht Nordkoreas auf weitere Schritte zur Raketenmacht gehört dazu.

Im vergangenen Jahr hatte Nordkorea bewiesen, dass es mit der "Taepodong" Japan erreichen könnte. Der Flug war damals von den USA und Japan als Erprobung einer Rakete für Angriffszwecke bezeichnet worden. Nordkorea hatte hingegen vom Start des ersten eigenen Satelliten gesprochen. Diese Darstellung griff Kim nach Albrights Worten am Montag wieder auf.

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