Zusammenarbeit
Alle Welt gratuliert Obama

Als einen „historischen Sieg“ hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Wahlsieg des Demokraten Barack Obama bezeichnet. Sie war nicht die einzige Gratulantin, die dem neu gewählten US-Präsidenten ihre Aufwartung machte.

HB HAMBURG. Politiker aus aller Welt gratulierten dem designierten US-Präsidenten Barack Obama kurz nach dessen Wahlsieg zum Teil überschwänglich. In allen Erklärungen klang die Hoffnung an, dass sich die Zusammenarbeit mit den USA in Zukunft wieder verbessern möge.

Kanzlerin Merkel (CDU) sicherte dem 47-Jährigen eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu. „Ich bin überzeugt, dass wir in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Europa den neuartigen Gefahren und Risiken entschlossen begegnen...“, schrieb Merkel am Mittwoch in einem in Berlin veröffentlichten Glückwunschbrief. Merkel lud Obama zu einem baldigen Besuch nach Deutschland ein.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte in Berlin, er gratuliere Obama „mit großer Sympathie, mit großem Respekt“ und freue sich auf die Zusammenarbeit mit der künftigen US-Regierung. Er habe den US-Senator „als einen Mann kennengelernt, der Schwierigkeiten überwindet, der zusammenführt, der zuhören kann und der am Ende sehr besonnen, sehr souverän und sehr überlegt handeln kann“.

Steinmeier erinnerte daran, dass Obama bei seiner Rede in Berlin im Juli für eine Erneuerung der transatlantischen Partnerschaft plädiert habe. Auch in Fragen wie Klimaschutz, Energiesicherheit, Abrüstungspolitik und einer verbesserten Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen stimme die Bundesregierung mit dem künftigen US-Präsidenten überein.

Der amtierende EU-Ratspräsident, Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy, schrieb, die Wahl sei eine Wahl für Wandel, Öffnung und Optimismus in unruhigen Zeiten. „In einer Zeit, in der wir uns alle immensen Herausforderungen gegenüber sehen, weckt Ihre Wahl in Frankreich, Europa und darüber hinaus weltweit große Hoffnung.“ Frankreich und Europa schöpften neue Energie, um mit Amerika zusammenzuarbeiten. Der britische Premierminister Gordon Brown bot Obama eine „sehr enge“ Zusammenarbeit an.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso meinte, es sei Zeit für Europa und die Vereinigten Staaten, wieder enger zusammenzurücken. „Im Namen der Europäischen Kommission und in meinem eigenen Namen möchte ich Senator Obama zur Wahl zum 44. US-Präsidenten gratulieren“, hieß es in einer Mitteilung. Die derzeitige Krise sei auch eine Chance für eine neue Welt zum Wohl der Gesellschaft.

Israel hofft nach dem Wahlsieg von Obama auf eine Fortsetzung der Sonderbeziehungen zwischen beiden Ländern. Israel erwarte, dass die enge strategische Partnerschaft mit dem künftigen Präsidenten, der neuen US-Regierung und dem Kongress fortgesetzt werde, heißt es in einer Erklärung von Außenministerin Zipi Livni vom Mittwoch.

Livni bezeichnete die Wahl des ersten schwarzen US-Präsidenten als einen „Ehrenorden“ für die Demokratie in den Vereinigten Staaten. Angesichts vieler Vorbehalte von Israelis gegen Obama sagte Livni, sie habe den Eindruck gewonnen, dass sich der neue Präsident der Sicherheit und dem Wohlergehen Israels verpflichtet fühle.

Der konservative japanische Ministerpräsident Taro Aso kündigte in seinem Glückwunschschreiben an, er wolle gemeinsam mit dem künftigen Präsidenten Obama die Sicherheitsallianz zwischen beiden Ländern stärken und auf eine Lösung der Probleme der internationalen Gemeinschaft hinarbeiten.

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