Zusammenarbeit geplant
Putin ab Sonntag zu Besuch in Japan

Der noch ungelöste Streit um die Kurilen-Inseln bekräftigt den russsischen und den japanischen Staatsmann .

dpa MOSKAU/TOKIO. Vor dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Tokio ab Sonntag haben beide Seiten den Willen zur Zusammenarbeit trotz des ungelösten Streit um die Kurilen-Inseln bekräftigt. Der japanische Ministerpräsident Yoshiro Mori sagte der russischen Nachrichtenagentur Itar-Tass am Freitag, beide Länder seien "wichtige Partner, die im Interesse der Welt und der Stabilität auf internationaler Bühne zusammenarbeiten sollten".

Der Kreml kündigte für den Besuch die Unterzeichnung eines Abkommens über die gemeinsame wirtschaftliche Entwicklung der vier südlichen Kurilen-Inseln an. Wegen des ungelösten Territorialstreits um die 1945 von der Sowjetunion besetzten Inseln haben Moskau und Tokio bislang keinen Friedensvertrag geschlossen. Sie hatten sich zuletzt das Ziel gesetzt, den Vertrag in diesem Jahr zu unterzeichnen.

Putin würdigte in einem Gespräch mit der japanischen Zeitung "Asahi Shimbun" die Fortschritte im bilateralen Verhältnis seit Beginn der 1990er Jahre. "Im neuen Jahrtausend werden Russland und Japan befreundete Staaten sein." Mori sagte: "Das Problem des Friedensvertrages soll kein Symbol der Konfrontation zwischen den Ländern mehr sein."

Quellen im Kreml nannten das Abkommen über die gemeinsame Entwicklung der Kurilen "eine pragmatische Herangehensweise an so genannte territoriale Probleme", meldete die Nachrichtenagentur Interfax.

Russland erhofft sich von Japan vor allem Investitionen im Fernen Osten des Landes. Moskau wolle Tokio unter anderem den gemeinsamen Bau von Kernkraftwerken im Fernen Osten vorschlagen, um den japanischen Energiebedarf zu decken, hieß es aus dem Kreml. Weitere Themen des Gipfeltreffens sollten die Zusammenarbeit in der Asiatisch-Pazifischen Region und die internationale Stabilität sein.

Putin trifft am Sonntag in Tokio ein. Seine Gespräche mit Mori finden am Montag und Dienstag statt. Außerdem wird der russische Präsident vom japanischen Kaiserpaar empfangen. Anschließend fliegt Putin zum Millenniums-Gipfel der Vereinten Nationen nach New York.

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