Zusammenarbeit in Höhe von 20 Mrd. $
EMI hofft weiter auf Einigung mit Eu-Kommission zu Time Warner-Fusion

Man gehe weiter davon aus, dass die europäischen Wettbewerbshüter der auf 20 Mrd. $ geschätzten Zusammenarbeit mit dem US-Medienkonzern zustimmen würden, sagte ein EMI-Sprecher.

Reuters BRÜSSEL. Der britische Musikkonzern EMI Group hofft weiter auf eine Einigung mit der Brüsseler EU-Kommission über den geplanten Zusammenschluss im Musikgeschäft mit Time Warner. Man gehe weiter davon aus, dass die europäischen Wettbewerbshüter der auf 20 Mrd. $ geschätzten Zusammenarbeit mit dem US-Medienkonzern zustimmen würden, sagte ein EMI-Sprecher am Freitag in Brüssel. Zuvor hatte die "Financial Times" berichtet, die Kommission habe einen Entscheidungsentwurf vorbereitet, in dem das geplante Zusammengehen der beiden Konzerne aufgrund von Wettbewerbsbedenken abgelehnt werde. Grund sei unter anderem die Befürchtung, der neu entstehende Musik-Konzern werde womöglich den Markt für den Musikvertrieb im Internet beherrschen.

"Es ist eine Standard-Vorgehensweise, dass zu diesem Zeitpunkt ein Entscheidungsentwurf ausgearbeitet wird. Nur vor dem Hintergrund einer erwarteten negativen Entscheidung sei eine Einigung möglich", sagte der Sprecher. Genau aus diesem Grund gebe es auch einen anhaltenden Dialog mit der Brüsseler Kommission. "Die Gespräche drehen sich um eine Einigung", fügte er hinzu.

Für kommenden Montag werden leitende EMI-Manager in Brüssel zu einem Treffen mit EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti erwartet. Am darauffolgenden Dienstag läuft für die Unternehmen die Frist ab, innerhalb der sie der Brüsseler Behörde mögliche Zugeständnisse unterbreiten können. Am 22. August hatte die Kommission die beteiligten Unternehmen schriftlich über die bestehenden wettbewerbsrechtlichen Bedenken informiert. Sie hat für ihre Entscheidung insgesamt Zeit bis zum 18. Oktober.

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