Zusammenarbeit mit Maserati
Audi investiert in die Zukunft

Trotz der weltweit schwachen Automobilkonjunktur will die Ingolstädter VW-Tochter Audi bis 2007 insgesamt 11,4 Milliarden Euro investieren.

rtr/dpa INGOLSTADT. "Damit wird das hohe Investitionsniveau der vergangenen Jahre fortgeschrieben", teilte der bayerische Autobauer am Dienstag in Ingolstadt mit. Die für die Jahre 2002 bis 2007 vorgesehenen Mittel von 11,4 Milliarden Euro entsprächen knapp sieben Prozent des geplanten Umsatzvolumens. Für den vorausgegangenen Planungszeitraum 2001 bis 2006 hatte Audi mit 11,5 Milliarden Euro noch ein leicht höheres Investitionsvolumen angekündigt. Bereits Mitte November hatte die Audi-Mutter VW ihre Fünf-Jahres-Planung vorgelegt, nach der konzernweit 33,3 Milliarden Euro investiert werden sollen.

Gut 70 Prozent der nun bis 2007 geplanten 11,4 Milliarden Euro entfielen auf neue Produkte, wobei den deutschen Werken eine besondere Bedeutung zukomme, teilte Audi weiter. Mehr als 80 Prozent der Summe würden im Inland investiert. Ein Audi-Sprecher sagte, Pläne für ein drittes Werk in Deutschland - neben Neckarsulm und Ingolstadt - gebe es aber nicht.

Audi wird im kommenden Jahr zunächst den Nachfolger des in der Golf-Klasse angesiedelten A3 auf den Markt bringen. Darüber hinaus plant Vorstandschef Martin Winterkorn aber auch die Entwicklung eines so genannten Crossover-Modells, also einer Kreuzung beispielsweise aus Geländefahrzeug und Coupé. Auch wird im Konzern erwogen, die Lücke zwischen dem TT-Zweisitzer und den weitaus teureren Modellen der Tochter Lamborghini zu schließen. Und schließlich dürfte in den kommenden Jahren die Neuauflage des A6 auf den Markt kommen.

Audi und Maserati verhandeln über technische Zusammenarbeit

Zudem haben die Volkswagentochter und die italienische Luxus-Marke Maserati Verhandlungen über eine technische Zusammenarbeit aufgenommen. Dies bestätigte ein Audi-Sprecher am Dienstag der deutschen Presse-Agentur. Italienische Zeitungen hatten zuvor berichtet, Volkswagen wolle sich an der Fiat-Tochter Ferrari beteiligen, falls diese im Rahmen der Fiat-Krise in einen neuen Luxus-Pool mit den Marken Maserati und Alfa Romeo umgewandelt würde. Maserati gehört bereits hundertprozentig zu Ferrari, Alfa Romeo ist bisher eine Tochter der Fiat-Autosparte.

"Wir kommentieren Medienspekulationen grundsätzlich nicht. Es gibt lediglich Gespräche zwischen Audi und Maserati über eine möglich technische Zusammenarbeit. Nicht mehr, aber auch nicht weniger", sagte Audi-Sprecher Stephan Grühsem. Die Mailänder Zeitung "Corriere della Sera" hatte am Dienstag berichtet, Volkswagen sei an einem 49-prozentigen Paket der Ferrari-Anteile interessiert.

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