Zusammenfassung der Spiele
Die Bundesliga am Wochenende

Der Höhenflug von Bayer Leverkusen ist gestoppt, Rekordmeister FC Bayern München steuert auf Erfolgskurs. Mit dem 2:0 (1:0)-Erfolg im Jubiläumsspiel beim Hamburger SV am Sonntagabend ist der Titelverteidiger bereits auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt.

HB/dpa DÜSSELDORF. Vor 55 500 Zuschauern erzielten Claudio Pizarro (14.) und der eingewechselte Giovane Elber (79.) die Treffer für die Bayern, bei denen Millionen-Stürmer Roy Makaay weiter auf seinen ersten Bundesligatreffer wartet. Der HSV bleibt damit weiterhin sieglos und im Tabellenkeller stecken.

Bei den Fußball-Profis von Werder Bremen und des VfB Stuttgart hält das Hochgefühl des aktuellen Top-Zustands noch mindestens drei Wochen an: Die UI-Cup-Versager von der Weser und die vor Selbstbewusstsein strotzenden Schwaben mischen die Bundesliga vor der Pokal- und Länderspielpause mächtig auf. Zehn Punkte, beide Teams unbesiegt, der VfB sogar noch ohne Gegentor - dem Titelfavoriten Bayern München erwächst harte Konkurrenz.

Vor einem Jahr war Werder nach vier Spieltagen 10., Stuttgart lag vier Plätze dahinter. "Wir stehen in der Defensive stark, agieren sehr konzentriert und spielen effektiv nach vorn", erklärte Bremens Chef-Übungsleiter Thomas Schaaf nach dem 4:1 gegen Schalke 04 den Wandel. Diese Tugenden wurden bei den Gelsenkirchenern vermisst, Manager Rudi Assauer sah eine "mittlere Katastrophe". Für Stuttgarts Schlussmann Timo Hildebrand kann "die Champions League jetzt kommen". Trainer Felix Magath möchte bis jetzt Erreichtes aber nicht zu hoch bewerten: "Erst nach den Spielen gegen Schalke und Dortmund wissen wir, wo wir stehen."

Das weiß Klaus Augenthaler spätestens seit dem 0:1 beim VfL Bochum und der ersten Bayer-Niederlage, seitdem der Niederbayer im Rheinland wirkt. "Mir war diese ganze Lobhudelei ohnehin nicht recht", grantelte der verärgerte Trainer. Und schimpfte: "Wenn man denkt, mit fünf Südamerikanern und ein paar Doppelpässchen geht das schon, liegt man falsch." So falsch wie der VfL Wolfsburg, der sich vor dem geplanten Sprung auf Europas Fußball-Bühne beim TSV 1860 München (0:1) die zweite Saison-Niederlage einhandelte - "unnötig wie ein Kropf", wie VfL-Coach Jürgen Röber urteilte und den "Rotsündern" Andres D'Alessandro und Maik Franz mit Geldstrafen drohte: "Da sollte normalerweise nichts herauskommen am Monatsende."

Die Liga-Sorgenkinder sind schon früh gefunden: Dem 1. FC Kaiserslautern steht nach dem 0:2 in Stuttgart das Wasser schon wieder bis zum Hals, Erik Gerets stellte zwischenzeitlich seine Trainer-Zukunft bei den Pfälzern in Frage. Bei Hertha BSC Berlin steht die "Null" sicher, indes an der falschen Stelle: Null Siege, null Tore, Krise unübersehbar. "Ich weiß auch keine Antwort auf die Frage, warum wir keine Tore schießen", rätselte Hertha-Coach Huub Stevens nach dem 0:0 bei Aufsteiger Eintracht Frankfurt.

Gerätselt wird auch andernorts, etwa beim Star-Ensemble von Borussia Dortmund. Der BVB ist nach dem 0:1 beim 1. FC Köln schon seit Dezember 2002 ohne Auswärts-Dreier, Borussia Mönchengladbach wartet gar seit September 2002 auf einen Sieg in der Fremde. "Das ist nicht hinnehmbar", mahnte Dortmunds Manager Michael Meier seine Angestellten verbal ab. "Notfalls reinprügeln" müsse man die erwartete Mentalität, drückte sich Meier nach Dirk Lottners direkt verwandeltem Freistoß (57.) krass aus. Nach dem 1:4 beim SC Freiburg redete sich Gladbachs Chefcoach Ewald Lienen ebenfalls fast in Rage: Die Abwehrleistung sei ein "absolutes Unding" gewesen.

Bei den Gastgebern herrschte eitel Freude nach den ersten Saisonerfolgen. Als "hoch verdient" stufte Kölns Trainer Friedhelm Funkel das 1:0 gegen den BVB ein, "obwohl wir noch nicht einmal Beton angerührt haben". Funkel-Kollege Volker Finke hielt das 4:1 gegen Mönchengladbach für "etwas zu hoch ausgefallen" und freut sich jetzt erst einmal über die Auszeit: "In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte haben einige zu taumeln angefangen."

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