Zusammenfassung des 11. Wettkampftages
Zwei „Wahnsinns-Siege“ für Deutschland

Gewichtheber Matthias Steiner und Triathlet Jan Frodeno haben die deutschen Goldmedaillen zehn und elf gewonnen. Isabell Werth und Fabian Hambüchen verpassten dagegen Platz eins. Weiteres Edelmetall gab es dennoch. Die Zusammenfassung des 11. Wettkampftages.

PEKING. Steiner setzte sich in der Klasse über 105 kg durch. "Wahnsinn, Wahnsinn, ich kann das nicht erklären. Dieses Gold widme ich Susann", sagte der Chemnitzer und war im größten Moment seiner sportlichen Karriere in Gedanken bei seiner vor einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Frau. Der 145-Kilo-Mann stemmte die persönliche Bestleistung von 461 kg und verwies den Russen Jewgeni Tschigischew um ein Kilo auf Rang zwei. Bronze gewann der Lette Viktors Scerbatihs mit 448 kg. Almir Velagic aus Kaufbeuren belegte mit 413 kg Rang acht.

Bereits am Morgen holte Triathlet Jan Frodeno völlig überraschend Gold. Der ehemalige EM-Zweite aus Saarbrücken verwies im Schlussspurt nach 1,5km Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen Sydney-Olympiasieger Simon Whitfield aus Kanada und Vize-Weltmeister Bevan Docherty aus Neuseeland auf die Plätze zwei und drei. "Wahnsin, das war das Rennen meines Lebens", jubelte Frodeno anschließend. Ex-Weltmeister Daniel Unger aus Mengen wurde Sechster, Christian Prochnow aus Witten belegte Platz 15.

Werth muss sich Anky van Grunsven geschlagen geben

Nach einem Patzer ihres Pferdes verpasste Isabell Werth beim Reitturnier in Hongkong die zweite Goldmedaille. Die 39 Jahre alte Dressur-Reiterin aus Rheinberg musste sich nach dem Sieg mit der Mannschaft in der Einzelwertung mit Silber zufrieden geben. Mit ihrem 14 Jahre alten Wallach Satchmo ließ sie damit die Chance ungenutzt, zum sechsten Mal bei Olympia Gold zu gewinnen. Olympiasiegerin wurde Anky van Grunsven aus den Niederlanden mit dem 14 Jahre alten Wallach Salinero. Bronze holte Heike Kemmer aus Winsen an der Aller.

Eine Enttäuschung erlebte auch Fabian Hambüchen. Der Reck-Weltmeister von der TSG Niedergirmes verpasste an seinem Paradegerät die erhoffte Goldmedaille. Deutschlands Sportler des Jahres musste sich mit Bronze zufriedengeben. Gold gewann der Chinese Zou Kai vor Jonathan Horton aus den USA. Am Barren belegte der 20-jährige Hambüchen zum dritten Mal nach der Mannschaftsentscheidung und dem Bodenfinale nur den undankbaren vierten Platz. Das neunte Turn-Gold für China holte Li Xiaoping vor dem Südkoreaner Yoo Won Chul.

Ohne Medaille blieb der frühere Junioren-Weltmeister Maximilian Levy bei den Bahnrad-Wettbewerben. Der Cottbuser verlor im Rennen um Platz drei gegen den Franzosen Mickael Bourgain in drei Läufen. Gold ging an den Briten Chris Hoy. Stefan Nimke aus Schwerin belegte im Sprint den neunten Platz. Bei den Frauen gewann die britische Bahnradsportlerin Victoria Pendleton die Goldmedaille im Sprint.

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