Zusammenfassung des 14. Wettkampftages
Medaillenfestival der deutschen Kanuten

Die Kanuten haben der deutschen Olympia-Mannschaft am drittletzten Wettkampftag in Peking das erhoffte Medaillenfestival beschert – und Lena Schöneborn setzte völlig überraschend sogar noch einen drauf.

Lena Schöneborn hat überraschend Gold gewonnen und damit die erste deutsche Medaille für die Modernen Fünfkämpfer seit 72 Jahren geholt. Die WM-Fünfte verteidigte im abschließenden 3 000-m-Lauf erfolgreich ihren Vorsprung und kürte sich vor der Britin Heather Fell und Europameisterin Victoria Tereschuk aus der Ukraine zur Königin des Pentathlons. Eva Trautmann aus Darmstadt landete auf dem 29. Platz.

Zum vierten Mal in Folge hat der Viererkajak der deutschen Rennkanutinnen die olympische Goldmedaille gewonnen. Das Boot mit Fanny Fischer, Nicole Rheinhardt, Katrin Wagner-Augustin und Conny Waßmuth setzte sich in einem Start-Ziel-Sieg ungefährdet vor Ungarn durch. Bronze ging an Australien. Für Katrin Wagner-Augustin war es das vierte Olympia-Gold ihrer Karriere.

Martin Hollstein aus Neubrandenburg und Andreas Ihle aus Magdeburg haben in Peking überraschend die Goldmedaille im Zweierkajak über 1000m gewonnen. Das Duo siegte nach einer taktischen Glanzleistung souverän vor den Dänen Kim Knudsen und Rene Poulsen sowie den Italienern Andrea Facchin und Antonio Scaduto.

Der deutsche Viererkajak der Männer fuhr über 1000m zu Bronze. Das Quartett mit Lutz Altepost, Norman Bröckl, Torsten Eckbrett und Björn Goldschmidt musste sich in einem spannenden Endspurt um Platz zwei den Slowaken nur um 83 Hundertstelsekunden geschlagen geben. Gold ging überlegen an Weißrussland.

Das Canadier-Duo Christian Gille aus Leipzig und Tomasz Wilenzek aus Essen hat dagegen vier Jahre nach seinem Triumph von Athen das erneute Gold über 1000m hauchdünn verpasst. Die Favoriten mussten sich im Schlussspurt den Weißrussen Andrej und Alexander Bahdanowitsch um zwei Zehntelsekunden geschlagen geben. Bronze holten sich die Ungarn György Kozmann und Tamas Kiss.

Der dreimalige Canadier-Olympiasieger Andreas Dittmer erklärte nach dem achten Rang im olympischen 1 000-m-Finale von Peking seinen Rücktritt bestätigt. Der gesundheitlich angeschlagene Neubrandenburger lag mehr als sieben Sekunden hinter Olympiasieger Attila Vajda aus Ungarn. Silber ging an Athen-Olympiasieger David Cal aus Spanien vor dem Kanadier Thomas Hall.

100- und 200-m-Olympiasieger Usain Bolt sammelte mit der 4x100-m-Staffel Jamaikas seine dritte Goldmedaille mit Weltrekord in Peking. Nesta Carter, Michael Frater, Bolt und Asafa Powell setzten sich in 37,10 Sekunden vor Trinidad und Tobago und Japan durch. Den Weltrekord der US-Staffel von 1993 unterbot das Quartett um genau drei Zehntelsekunden. Das deutsche Quartett um Tobias Unger erreichte in 38,58 Sekunden Platz fünf. Bolt ist erst der vierte Läufer nach den drei Amerikanern Jesse Owens 1936, Bobby Morrow 1956 und Carl Lewis 1984, der das Sprint-Triple bei Olympia perfekt machte.

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