Zusammenlegung bisher eigenständiger Institute
Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken soll halbiert werden

Mit der Zusammenlegung bisher eigenständiger Institute soll die Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland in den kommenden fünf bis sechs Jahren von mehr als 1 800 auf nur noch rund 900 halbiert werden.

ap BONN. Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Christopher Pleister, betonte bei der Vorstellung der künftigen Strategie am Dienstag in Bonn allerdings, die Volks- und Raiffeisenbanken würden sich nicht aus der Fläche zurückziehen.

In Zukunft sollen sich die einzelnen Volks- und Raiffeisenbanken vor Ort noch stärker auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren: Den Vertrieb in eigener lokaler Marktverantwortung. Überschneidungen sollten vermieden werde. Dies geschehe selbstverständlich immer unter alleiniger regionaler Marktverantwortung der entsprechen Volks- oder Raiffeisenbank. Alle Vertriebsaktivitäten in einem Geschäftsgebiet sollten unter der Führung der jeweiligen Ortsbank stattfinden. "Der Vertrieb vor Ort und die Nähe zum Kunden sind sicherlich auch in Zukunft die Basis der Geschäftstätigkeit der genossenschaftlichen Banken", erklärte Pleister.

Während sich Großbanken mehr und mehr aus der Fläche zurückzögen, blieben die BVR-Banken in der Fläche präsent, unterstrich Pleister. Um sich im Wettbewerb mit Spezialanbieter behaupten zu können, sollten die Ortsbanken eine Mindestgröße von 150 bis 200 Mill. Euro Bilanzsumme haben. In fünf bis sechs Jahren werde eine Größe von einer Mrd. Euro (1,95 Mrd. DM) angestrebt.

Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Verringerung der Zahl der Volks- und Raiffeisenbanken müssten auch die Zentralbanken stärker zusammenrücken. Daher sei die geplante Fusion zwischen DG-Bank und GZ-Bank ein Schritt in die richtige Richtung.

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