Zusammenlegung der Musik-Töchter im Gespräch
Bertelsmann und AOL planen Musikfusion

Bertelsmann und AOL Time Warner verhandeln über die Zusammenlegung ihrer Musik-Töchter BMG und Warner Music Group. Dies erfuhr das Wall Street Journal aus Verhandlungskreisen.

wsj NEW YORK. Die jetzigen Gespräche sollen nach Beurteilung eines Verhandlungsinsiders konkreter und weiter vorangeschritten sein als die, die beide Medienuternehmen bereits unabhängig von einander mit anderen Musikanbietern geführt haben - etwa mit der britischen EMI-Gruppe, mit der BMG vor Jahren bereits fusionieren wollte. Im vergangenen Monat haben BMG und Warner Music sich den Informationen nach entscheidend aufeinander zu bewegt und bereits Gespräche auf oberster Führungsebene von AOL und Bertelsmann geführt.

Nach jetzigem Verhandlungsstand wollen AOL und Bertelsmann je 50 % am fusionierten Unternehmen halten, das gegenüber dem Branchenführer, Universal Music Group aufschließen würde. Allerdings sind noch entscheidende Fragen offen, etwa die Bewertung der Geschäftsbereiche. Warner Music verfügt über einen wertvolleren Bestand älterer Musik, was gegen eine 50-50 %-Gewichtung spricht.

Offen ist die Frage der Geschäftsleitung. Bertelsmann dürfte die Kontrolle nur ungern abgeben, allerdings verfügt Warner-Music-Chairman Roger Ames über mehr Branchenerfahrung als BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz, der erst seit 2001 im Musikgeschäft ist. Um der Wettbewerbsaufsicht, die bereits eine Fusion BMG-EMI untersagt hatte, entgegen zu kommen, sollen die Musikverlage nicht zusammengelegt und teilweise verkauft werden.

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