Zusammenschluss im März
DGB-Gewerkschaften stecken ihr Feld gegen Verdi ab

dpa FRANKFURT/MAIN. Fünf DGB-Gewerkschaften haben gegenüber der geplanten Dienstleistungsgewerkschaft Verdi ihre Zuständigkeit für den expandierenden Bereich der industriellen Dienstleistungen angemeldet. Auch in Zukunft könne nicht von einer reinen Informations- und Dienstleistungsgesellschaft die Rede sein, sagte der NGG-Vorsitzende Franz-Josef Möllenberg am Dienstag in Frankfurt bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der IG Metall, der Chemiegewerkschaft BCE, IG BAU und der Eisenbahnergewerkschaft Transnet. Der industrielle Sektor werde weiter Vorrang haben und noch dienstleistungsintensiver werden.

Dienstleistungen in der industriellen Produktion seien "eindeutig Bereiche, für die wir als Industriegewerkschaften zuständig sind und nicht etwa ausschließlich die Gewerkschaften, die auf dem Weg zu Verdi sind und im Namen den Begriff "Dienstleistung" führen", sagte Möllenberg von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Die fünf DGB-Industriegewerkschaften mit zusammen 4,8 Mill. Mitgliedern wollen künftig Abgrenzungsstreitigkeiten beenden und mit gemeinsamen Aktionen bei den industriellen Dienstleistern Fuß fassen.

Im März wollen sich die Gewerkschaften Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV), Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG), Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen (HBV), Postgewerkschaft und IG Medien zur Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zusammenschließen. Sie wird mehr als drei Mill. Mitglieder haben. Für die Beziehungen zwischen den DGB-Gewerkschaften und Verdi wurde bereits eine Vereinbarung getroffen.

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