Zusammenschluss soll innerhalb eines Handels abgewickelt werden
EM.TV könnte mit Tele-München verschmolzen werden

Das Münchener Medienunternehmen EM.TV könnte einem Zeitungsbericht zufolge mit der TeleMünchen Gruppe (TMG) verschmolzen werden. Bisher halte EM.TV 45 % an der Münchener Mediengruppe, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) am Dienstag in seiner Online-Ausgabe unter Berufung auf gut informierte Kreise.

dpa/afx FRANKFURT. Der Zusammenschluss der beiden bayerischen Medienunternehmen soll innerhalb eines Handels abgewickelt werden, in dem die Deutsche Bank über seine Investment-Tochter Deutsche Morgan Grenfell Teile der Formel Eins-Beteiligung von EM.TV übernehmen soll. Derzeit hält das im Nemax 50 notierte Medienunternehmen 50 % an der Formel Eins-Verwertungsgesellschaft SLEC.

Tele-München-Chef Herbert Kloiber bezeichnete die genannten Bedingungen als "Spekulation". Er persönlich habe mit keinem Mitarbeiter von Deutsche Morgan Grenfell gesprochen. Dennoch bestätigte er, dass er eventuell in Betracht ziehe, eine gelistete Aktiengesellschaft aus EM.TV und TMG zu kreieren. EM.TV soll nach "WSJ"-Angaben eine mögliche Verschmelzung der beiden Medienkonzerne durch Gelder aus dem Verkauf der SLEC-Anteile finanzieren.

Aufteilung von SLEC

Zu den Einzelheiten in Bezug auf die Aufteilung von SLEC schreibt die Zeitung: EM.TV soll 30 % an SLEC der Deutschen Morgan Grenfell und mehr als 10 % Bernie Ecclestone, der bisher 50 % an SLEC besitzt, überlassen. Im Gegenzug soll Bernie Ecclestone darauf verzichten, EM.TV zu einer weiteren Aufstockung des SLEC-Anteils zu zwingen. Ecclestone habe die Option, bis Ende Mai weitere SLEC-Anteile für fast 1 Mrd. $ an EM.TV zu verkaufen. Dies könne EM.TV angesichts der finanziellen Krise des einstigen Börsenlieblings derzeit nicht bezahlen. EM.TV-Chef Thomas Haffa habe noch bis Mittwoch Zeit, den Banken eine Lösung für die finanzielle Krise zu unterbreiten, schreibt "WSJ".

Haffa habe bisher wenig Interesse an dem Angebot gezeigt, obwohl der Aufsichtsratsvorsitzende Nickolaus Becker bestätigte, mit der Investorengruppe in den vergangen Tagen in Kontakt gestanden zu haben. Becker, die drei Vorstandskollegen von Haffa und die Banken von EM.TV, Westdeutsche Landesbank Girozentrale und Credit Suisse First Boston, sehen im jüngsten Angebot für den SLEC-Anteil eine Alternative zu der bisherigen Offerte der KirchGruppe. Bei Teilen der EM.TV-Entscheidungsträger gebe es allerdings Bedenken gegen das Kirch-Gebot, da dieses weiterhin die Verkaufsoption von Bernie Ecclestone an EM.TV aufrecht erhalte.

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