Zusammensetzung des Gases noch unklar
Deutsche Geiseln auf dem Weg der Besserung

Anderthalb Tage nach ihrer Befreiung befinden sich die beiden deutschen Geiseln des Moskauer Geiseldramas auf dem Weg der Besserung.

Reuters MÜNCHEN. "Es geht beiden besser", sagte der Prof. Thomas Zilker, Leiter der Toxikologischen Abteilung des Universitätsklinikums Rechts der Isar, am Montagmorgen.

Zwar sei eine der beiden verletzten Personen noch auf der Intensivstation, könne diese aber wohl bald verlassen. Auch wenn noch zahlreiche Untersuchungen durchgeführt werden müssten, gehe er momentan davon aus, dass die beiden unter Vergiftungserscheinungen leidenden Patienten keine bleibenden Schäden davon tragen dürften.

Die beiden Deutschen, ein Mann und eine Frau, waren in der Nacht zum Sonntag zur Behandlung nach München geflogen worden. Am Samstagmorgen hatten russische Spezialeinheiten ein Theater in Moskau erstürmt, in dem tschetschenische Rebellen über Tage hinweg mehr als 800 Geiseln in ihrer Gewalt hatten. Zuvor hatten sie Gas in die Räume geleitet. Jüngsten Angaben zufolge starben bei der Befreiungsaktion 117 Geiseln, fast alle von ihnen aufgrund einer Gasvergiftung. Nach wie vor ist unbekannt, welches Gas die russischen Kräfte bei der Erstürmung eingesetzt haben.

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