Zusammenstoß mit Lkw
Skiurlauber bei Busunfall getötet

Beim Zusammenstoß eines Reisebusses mit einem Lastwagen auf einer Autobahn ihn Ostfrankreich mit sieben Menschen gestorben - der Lkw-Fahrer ist vermutlich eingeschlafen.

ap METZ. Beim Zusammenstoß eines Lastwagens mit einem niederländischen Reisebus sind in der Nacht zum Montag in Ostfrankreich sieben Menschen ums Leben gekommen. Etwa 50 Skiurlauber auf der Rückfahrt aus den Savoyer Alpen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Wahrscheinlich sei der Fahrer des italienischen Sattelschleppers eingeschlafen, sagte ein Polizeisprecher.

Der Unfall ereignete sich gegen 03.00 Uhr auf einem geraden, beleuchteten und trockenen Abschnitt der Autobahn A31 südlich von Metz. Der Lkw einer süditalienischen Transportfirma durchbrach nach Darstellung der Behörden die Leitplanken, raste über den Mittelstreifen und kollidierte auf der Gegenfahrbahn mit dem Bus, der von der Gewalt des Zusammenpralls auf die Seite geschleudert wurde und eine Böschung herunterstürzte. Die Rettungskräfte mussten rund 20 der insgesamt 61 Insassen aus dem Wrack befreien. Der Lkw-Fahrer und sein Beifahrer starben ebenso an der Unfallstelle wie der Fahrer des Busses und vier Reisende. Drei weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen.

Die Rettungskräfte richteten ein Notlazarett ein, in dem die Unfallopfer zunächst versorgt wurden. Psychologen kümmerten sich um die Überlebenden. Die Präfektur in Metz richtete eine Hotline für die Angehörigen ein. Der Bus befand sich auf der Rückreise aus dem Skiort Valmorel in den französischen Alpen nach Buitenpost bei Groningen und wollte unterwegs in Eindhoven, Amsterdam und Utrecht Passagiere aussteigen lassen.

Der Lastwagen aus Rutigliano bei Bari war aus Richtung Luxemburg nach Süden unterwegs. Der französische Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot äußerte sich bestürzt. Er wolle den Ermittlungen nicht vorgreifen, versicherte der kommunistische Politiker. Doch es sei wichtig, die Arbeitszeit von Fernfahrern zu verkürzen. Eine im letzten Jahr verabschiedete EU-Richtlinie müsse so schnell wie möglich in nationales Recht umgesetzt werden.

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