Zuschauerin wurden unberechtigt 16 000 Euro abkassiert
Quizsender setzt sich gegen Verbraucherzentrale durch

Der kommerzielle Fernsehsender Neun live hat sich nach eigenen Angaben in einem Rechtsstreit gegen die Verbraucherzentrale Sachsen durchgesetzt. Die Verbraucherzentrale behauptete, dass der Sender Geld für nicht zustande gekommene Telefonate kassiert hat.

HB/dpa MÜNCHEN/LEIPZIG. Nach einer einstweiligen Verfügung des Landgerichts Leipzig dürfe diese auf ihrer Internetseite nicht mehr verbreiten, dass der Münchner Privatsender von Zuschauern Geld für nicht zu Stande gekommene Telefonverbindungen habe kassieren wollen. Dies teilte der Quiz-Sender am Donnerstag mit. Angeblich lagen den Verbraucherschützern die Telefonrechnungen einer Verbraucherin vor, nach denen Neun live mehr als 16 000 Euro für Verbindungen kassieren wollte, die nie hergestellt worden waren. Auch die Behauptung, trotz eines Besetztzeichens seien Anrufe abgerechnet worden, sei untersagt worden.

Das Leipziger Landgericht habe es in dem Eilverfahren als erwiesen angesehen, dass die Behauptungen der sächsischen Verbraucherzentrale falsch seien, erklärte der Sender. Bei einem Verstoß gegen die Verfügung drohe dem Verein eine Geldstrafe von bis zu 250 000 Euro. "Neun live hat kein internes Netz, mit dem der Sender in der Lage wäre, Besetztzeichen zu konstruieren", hieß es in einer Mitteilung der Euvia Media AG, der Holding des Senders. Neun live verwende auch keine zeitabhängig berechneten Mehrwertdienstrufnummern wie etwa 0190. "Die für Neun live geschaltete Servicenummer der Deutschen Telekom, 01379 - 300 100, wird ausschließlich mit 0,49 Euro pro Anruf abgerechnet - unabhängig von der Länge des Gesprächs."

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