Zusicherung der Opec
Rohölpreis sinkt wieder

Die Ölpreise haben sich einen Tag nach den schrecklichen Terroranschlägen in den USA am Mittwoch wieder beruhigt.

Ölpreise wieder beruhigt - Verband gegen Hamsterkäufe an Tankstellen

dpa HAMBURG/NEW YORK. Der zunächst auf mehr als 30 $ gestiegene Preis für ein Barrel der Rohölsorte Brent pendelte sich bei 28 $ ein und lag damit nur wenig über dem Stand vom Montag.

Unterdessen warnte der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) vor Hamsterkäufen an den Tankstellen, nachdem sich am Abend zuvor an vielen Zapfsäulen in Deutschland lange Schlangen gebildet hatten. Auch an US-Tankstellen gab es Wartezeiten. Zudem verdoppelten oder verdreifachten einige Tankstellen die Preise, berichteten US-Medien am Mittwoch.

Das American Petroleum Institute betonte, die Treibstofflieferungen im Großhandel und im Einzelhandel seien normal. Die jüngsten Daten zeigten, dass die Benzin- und Dieselvorräte ausreichen, um die Nachfrage zu decken. Die Raffinerieerzeugung sei weiterhin hoch.

Allein die Förderung im Irak könnte ausfallen

"Für Hamsterkäufe gibt es keinen Anlass", beruhigte auch der MWV in Deutschland. Die Verbraucher hätten keinen Grund zur Sorge und könnten mit besonnenem Verhalten einen wichtigen Beitrag zur weiteren Beruhigung der Märkte leisten. Die OPEC als wichtigster Lieferant der Weltölmärkte habe bereits darauf hingewiesen, dass sie ein ausreichendes Angebot sicherstellen werde. "Allenfalls die Förderung des Irak könnte ausfallen", meinte Matthies. "Das gleicht Saudi- Arabien locker aus."

"Im Gegensatz zum Golfkrieg vor zehn Jahren sind weder Förderung noch Handel und Transport von Rohöl direkt von den Anschlägen betroffen", sagte der Rohstoffexperte Klaus Matthies vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA). Selbst damals, als direkt an den Ölfeldern gekämpft wurde, sei der Rohölpreis nur kurz über 40 $ je Barrel (159 Liter) gestiegen.

Die negativen Auswirkungen der Terroristenangriffe auf die amerikanischen Verbraucher und die US-Wirtschaft könnten die Treibstoffnachfrage nach Darstellung von US-Energiefachleuten weiter reduzieren. Hinzu komme, dass die Hauptreisezeit Anfang September zu Ende gegangen sei.

Die schwache weltweite Konjunktur und globale Rezessionsgefahren könnten ebenfalls zu einer Mäßigung der Ölnachfrage führen. Die OPEC - Länder verfügen momentan über erhebliche Überkapazitäten, betonten US-Ölmarktexperten.

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