Zuspruch von Clement
Bayer schreibt Schmidt Protestbrief

Der Streit um die Informationspolitik des Bayer-Konzern beim Cholesterinsenker Lipobay/Baycol weitet sich aus. Die Bayer AG wies in einen Schreiben an Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) erneut den Vorwurf eines unakzeptabelen Verhaltens zurück. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) stärkte Bayer unterdessen den Rücken.

dpa LEVERKUSEN. Gegen die Kritik von Staatssekretär Klaus Theo Schröder an der Informationspolitik des Unternehmens wehre sich Bayer entschieden, erklärte Pharma-Chef David Ebsworth am Freitag in Leverkusen. Das Unternehmen habe immer im Interesse der Patienten-Sicherheit gehandelt, wie Dokumente des Konzerns belegten.

Deshalb habe es den Bayer-Vorstand sehr betroffen gemacht, vom Bundesgesundheitsministerium vor allen Medien in der erfolgten Art und Weise "angeklagt" zu werden. In der Öffentlichkeit sei damit der Eindruck entstanden, als ob die Bayer AG versucht hätte, mit der Verschleierung von Fakten wirtschaftliche Vorteile zu erzielen.

Clement stellt sich hinter Bayer

Ministerpräsident Clement sicherte Bayer die Unterstützung des Bundeslandes zu. "Wir werden nicht zulassen, dass die jahrzehntelangen Leistungen der Pharmakologen, Forscherinnen und Forscher und der weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens herabgeredet werden", sagte Clement in einer Presseerklärung am Freitag in Düsseldorf. Die Widersprüche zwischen den Informationen von Bayer sowie der Darstellung des Staatssekretärs würden "aufzuhellen sein".

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