Zustand der Anarchie
Chaos in Simbabwe immer schlimmer

dpa HARARE. Nach dem Aufruf des Präsidenten von Simbabwe, Robert Mugabe, bis zum Jahresende Tausende von "weißen" Farmen zu besetzen, hat sich das Chaos im dem afrikanischen Land weiter verschlimmert. Im ganzen Staat wurden in den letzten Tagen nach Angaben des Verbands der Farmer Landgüter weißer Bauern von Tausenden von Schwarzen besetzt und übernommen, wie die Medien in Harare am Freitag meldeten.

Viele Farmer seien gewaltsam gezwungen worden, ihre Arbeit zu beenden, hieß es. Simbabwe sei in einem "Zustand der Anarchie", sagte der Präsident des Farmerverbandes, Tim Henwood. Wenn nicht schnell etwas geschehe, werde das totale Chaos die Folge sein. Die Polizei griff nur selten ein.

Gewaltsame Besetzung "weißer" Farmen

Mitglieder der schwarzen Veteranenverbände des Unabhängigkeitskrieges (1972-80) im ehemaligen Rhodesien hatten vor sieben Monaten, einem Aufruf Mugabes folgend, mit der gewaltsamen Besetzung von 1 500 "weißen" Farmen begonnen. Mugabe hatte nach Angaben der Opposition damit seine nachlassende Popularität wieder aufbessern wollen.

Der Staatschef hatte Ende Oktober vor mehreren hundert Anhängern seiner ZANU(PF)-Partei ferner eine Beendigung der "Politik der Versöhnung" mit den Weißen angekündigt. Er drohte, dem früheren Premierminister des damaligen Rhodesien, Ian Smith, und anderen Weißen, die gegen die Machtübernahme der Schwarzen kämpften, werde der Prozess gemacht.

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