Zustimmung der Regierung aber ungewiss
Spaniens größte Stromkonzerne verhandeln über Fusion

Die beiden größten Stromkonzerne Spaniens verhandeln über eine Fusion. Wie Endesa und Iberdrola am Mittwoch bestätigten, wurden entsprechende Verhandlungen aufgenommen.

afp MADRID. Die anvisierte Fusion stehe im Zentrum eines gemeinsam auszuarbeitenden Geschäftsplanes, der "den Anforderungen an die Wettbewerbsfähigkeit Rechnung tragen soll", erklärte Iberdrola. Die Nummer zwei auf dem spanischen Markt räumte aber ein, bisher weder Endesas Verwaltungsrat noch den zuständigen Aufsichtsbehören genaue Vorschläge unterbreitet zu haben.

Bei Marktführer Endesa hieß es, das Unternehmen verhandele mit Iberdrola über die Möglichkeit eines "freundlichen Zusammenschlusses". Die spanische Regierung, die einer Fusion zustimmen müsste, äußerte jedoch bereits Vorbehalte gegen den Zusammenschluss.

Beide Konzerne zusammen würden 80 Prozent der Stromproduktion und des Vertriebs in Spanien kontrollieren und würden damit zu einem der zehn größten Energiekonzerne der Welt aufsteigen. Der ehemalige Staatskonzern hat derzeit bereits 50 Prozent des spanischen Marktes in der Hand, Iberdrola 30 Prozent. Die nächstgrößten Konkurrenten Union Fenosa und Hidrocantabrico sind mit 12 Prozent beziehungsweise 8 Prozent vertreten.

Der spanische Staat hat bei Endesa noch eine "Goldene Aktie" und kann die Fusion damit verhindern. Die Regierung hatte sich mehrfach bereits skeptisch zu einer Annährung der beiden Stromriesen geäußert. José Folgado, Staatssekretär im Ministerium für Energie und Wirtschaft, bezeichnete eine Genehmigung am Mittwoch als "sehr unwahrscheinlich".

Die Regierung befürchtet, dass eine Verringerung der Wettbewerber auf dem heimischen Strommarkt zu höheren Preisen für die Verbraucher führen könnte.

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