Zustimmung des Vermieters nötig
Vom Untermieter zum Hauptmieter

In dicht besiedelten Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder München kommt es nicht selten vor, dass ein Untermieter in der Wohnung bleibt, obwohl der Hauptmieter längst eine andere Adresse hat. Er zahlt einfach dessen Miete weiter.

ddp/vwd BERLIN. Das kann böse ausgehen. Erfährt nämlich der Vermieter davon, kann er das Mietverhältnis wegen unbefugter Gebrauchsüberlassung fristlos kündigen, wie der Berliner Mieterverein mitteilte.

Kein Untermieter hat das Recht, sich stillschweigend als Hauptmieter zu verstehen, wenn dieser wegzieht. Auch für den Hauptmieter ist das riskant, schließlich haftet er gegenüber dem Vermieter für Schäden in den Räumen. Also auch für jene, die der Untermieter verursacht. Generell braucht jeder, der seine Wohnung vollständig weiter vermieten will, das Einverständnis seines Vermieters.

Sollen nur Teile der Wohnung an Dritte untervermietet werden, ist dies mitunter bereits laut Mietvertrag erlaubt. Ansonsten gilt auch hier: Soll nach dem Zustandekommen des Mietverhältnisses eine weitere Person mit in der Wohnung leben, so ist eine Zustimmung des Vermieters zu beantragen. Um Streitigkeiten vorzubeugen, sollte stets auch ein Untermietvertrag zwischen Haupt- und Untermieter geschlossen werden.

Jeder Antrag auf Erlaubnis zur Untervermietung sollte schriftlich gestellt werden und den Namen des Untermieters enthalten. Dessen Einkommensverhältnisse anzugeben, ist nicht erforderlich. Wer eine nicht personengebundene Untervermieterlaubnis erwirkt, muss dem Vermieter stets den Namen des jeweiligen Untermieters miteilen. Wechselt der Vermieter, gilt die Erlaubnis weiter.

Die Erlaubnis zur Untervermietung muss für den Vermieter allerdings zumutbar sein. Ist etwa der Wohnraum durch die Aufnahme weiterer Personen überbelegt, wäre das nicht der Fall. Außerdem darf der Vermieter die Zustimmung zur Untervermietung von einer Mieterhöhung abhängig machen. Insbesondere, wenn für die Wohnung eine Miete inklusive der Nebenkosten vereinbart ist. Denn die Kosten für Wasser und Müllentsorgung erhöhen sich mit jedem weiteren Bewohner.

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