Zustimmung im Bundesrat
Unbefristetes Krankengeld für Eltern todkranker Kinder

Bei einer unheilbaren Erkrankung eines Kindes unter zwölf Jahren soll ein Elternteil künftig während der Pflege und Betreuung zeitlich unbegrenzt Krankengeld beziehen können.

ddp BERLIN. Ein entsprechender Gesetzesbeschluss des Bundestages passierte am Freitag den Bundesrat in Berlin. Ist das kranke Kind behindert und auf Hilfe angewiesen, gilt die Neuregelung auch, wenn es älter als zwölf Jahre ist.

Nach geltendem Krankenversicherungsrecht beträgt der Anspruch auf Krankengeld pro Kalenderjahr und Kind maximal 10, bei allein Erziehenden 20 Tage. Diese Begrenzung soll bei schwerstkranken Kindern mit nur noch geringer Lebenserwartung aufgehoben werden, damit sie von einem Elternteil betreut werden können. Die betroffenen Arbeitnehmer sollen zudem für die entsprechende Zeit einen Anspruch auf unbezahlte Freistellung haben.

Ebenfalls passieren ließ die Länderkammer einen weiteren Bundestagsbeschluss, mit dem sichergestellt wird, dass die Kosten für Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Mütter beim Müttergenesungswerk oder gleichartigen Einrichtungen voll von den Krankenkassen getragen werden. In dem Gesetz wird zudem klargestellt, dass auch Väter diese Leistungen in Anspruch nehmen dürfen.

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