Zustimmung und Unmut
Friedenstaube ersetzt Amokläufer

Ein Graffiti-Porträt des Erfurter Todesschützen Robert Steinhäuser an der Wand einer Erfurter Klinik hat in der thüringischen Landeshauptstadt für Unmut gesorgt. Deshalb ist das Bild, das neben dem Massenmörder auch das Gutenberg-Gymnasium und den Dom zeigte, am Montag übermalt worden.

dpa ERFURT. Das Konterfei des 19-Jährigen, der im April 16 Menschen und sich selbst erschossen hatte, wurde durch eine Friedenstaube ersetzt. Das zehn mal 2,5 Meter große Wandbild habe "Zustimmung und Unmut" ausgelöst, sagte eine Sprecherin der Helios-Klinik. Die Klinikleitung habe der Neugestaltung der Mauer zugestimmt, doch sei das Motiv nicht bekannt gewesen. "Ich wollte das aktuelle Geschehen auf meine Weise verarbeiten", sagte Graffiti-Künstler Peer Degenhardt. "Ich habe damit gerechnet, dass die Diskussion wieder aufflammt und mein Ziel erreicht", sagte der 21-Jährige.

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