Zustrom der Zulieferer reißt nicht ab
Autoindustrie ist Motor der Wirtschaft

Ein Auto zählt in Polen zweifellos zu den Statussymbolen, an denen sich beruflicher Erfolg und soziale Stellung des Fahrzeughalters ableiten lassen. Dies hat handfeste wirtschaftliche Folgen: Kfz-Dienstleister und Hersteller investieren rund ums Auto seit Jahren viel Geld, um im Wettbewerb um private und gewerbliche Kunden besser bestehen zu können.

WARSCHAU. In der Exportwirtschaft bilden die Hersteller von Klein- und Mittelklassewagen, von Transportfahrzeugen und Stadtautobussen, insbesondere aber die Produzenten von Dieselmotoren und Kfz-Teilen die Avantgarde. Zusammen brachten sie es 2002 auf einen Ausfuhrwert von 5,1 Mrd. US-$, immerhin eine Steigerung um 17,8 % gegenüber 2001. Jeder achte Dollar wird im Export bereits in der Auto- und Zulieferbranche verdient.

Und das ist kein Zufall, liegen doch die Arbeitskosten in der polnischen Kfz- und Kfz-Teileindustrie nur bei etwa einem Viertel der Vergleichswerte Ostdeutschlands. Mit der Qualität der in Polen gefertigten Produkte sind die Abnehmer in Ost und West offensichtlich zufrieden. Da gebe es keine Abstriche, bescheinigen namhafte Automobilhersteller. Zahlreiche Teilelieferanten ließen sich erfolgreich nach ISO 9 002, 14 000 und QS 9000 zertifizieren.

Große Konzerne wie Fiat, Daewoo, Opel, Volkswagen, Volvo und MAN strömten in den 90er Jahren ins Land und beteiligten sich an örtlichen Fabriken oder errichteten eigene Werke auf der grünen Wiese. In ihrem Windschatten zog die Zulieferindustrie aus Deutschland, den USA, Italien, Frankreich, Japan sowie Schweden nach. Dieser Zuzug ist zwar inzwischen in die Jahre, doch nie zum Stillstand gekommen.

Vor allem kleine und mittelständische Teilelieferanten lassen sich weiterhin um die beiden großen Kfz-Konglomerate im Süden Polens und um Posen herum nieder. Beliefert werden von dort aber nicht nur der polnische Markt, sondern auch traditionelle Abnehmer im Westen.

Die Direktinvestitionen in die Automobilindustrie summierten sich bis Ende 2002 auf 6,2 Mrd. US-$. Doch wurden von amtlicher Stelle nur Einzelinvestitionen jenseits der 1-Mill.-$-Grenze erfasst. Die tatsächliche Höhe des finanziellen Engagements ausländischer Firmen dürfte also noch größer ausfallen.

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