Zuversicht über Easyjet-Option
BA trimmt deutsche Tochter auf Billiglinie

Europas größte Fluggesellschaft British Airlines (BA) gibt sich zuversichtlich, dass sie innerhalb der nächsten zwölf Monate ihre verlustreiche deutsche Tochter, die Deutsche BA, an die Billigfluglinie Easyjet verkauft.

slo LONDON. "Wir sind sehr optimistisch, dass wir diesen Deal über die Bühne bekommen", sagte George Stinnes, Investor-Relations-Chef der britischen Airline, gestern nach Vorlage der Jahreszahlen. Auch wenn Easyjet von seiner Option, die Deutsche BA zu übernehmen, zurücktreten sollte, werde man von der Zusammenarbeit mit Easyjet bis zur Ausübung der Option profitieren. Stinnes: "Wir können viel von der erprobten Strategie des Low-Cost-Carriers lernen."

Easyjet hat vor mehr als eine Woche eine Option zur Übernahme der Deutschen BA unterschrieben. Der Kaufpreis soll zwischen 30 und 40 Mill. Euro liegen. Die Option sieht eine sofortige Überweisung von 5 Mill. Euro und monatliche Zahlungen von 600 000 Euro bis zur Ausübung vor. Zudem sollen Easyjet-Manager schon bald in der Zentrale der Deutschen BA in München mitarbeiten. In der Branche nehmen mehren sich jedoch kritische Stimmen, Easyjet könne sich mit dem Erwerb der BA-Tochter übernehmen. Denn der britische Billigflieger kauft auch den Konkurrenten Go. Damit steigt Easyjet zur größten europäischen Billigfluggesellschaft auf und überflügelt damit die irische Ryanair.

Sollte das Geschäft mit Easyjet platzen will BA bei der deutschen Tochter den Umbau zu einer Billigfluglinie weiter forcieren, um so abgewanderte Kunde wieder zurückzugewinnen. Die DBA fliegt mit 16 Maschinen auf sieben Strecken in Deutschland und dazu von München nach Malaga. Das Unternehmen schreibt seit seiner Gründung vor zehn Jahren rote Zahlen, die aber von der Muttergesellschaft nie ausgewiesen wurden. Nach Angaben von Easyjet-Chef Stelios Haij-Ioannou erwirtschaftet die Deutsche BA eine negative Umsatzrendite von minus 10%. Das allein würde im vergangenen Geschäftsjahr einem Verlust von rund 35 Mill. Euro entsprechen. Easyjet hat dagegen eine Umsatzrendite von 10 %.

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