Zuvor Dreiviertelmillion Aktien übernommen
Softmatic: Investoren unterstützen Restrukturierung

Das Softwareunternehmen Softmatic kann sich nach eigenen Angaben bei seiner eingeleiteten Restrukturierung auf das Vertrauen von Investoren und Altaktionären stützen.

Reuters HAMBURG. Vorstandschef Olaf Malchow sagte am Freitag in Hamburg, er habe zusammen mit seinem Vorstandskollegen Karl-Heinz Claes insgesamt 750 000 Aktien aus einer Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts gezeichnet. Den Kurs, zu dem die neu ausgegebenen Stücke erworben wurden, gab Malchow mit 2,19 Euro an. Die am Frankfurter Neuen Markt notierte Softmatic-Aktie stieg zum Wochenschluss in der Spitze um über 30 % auf 2,06 Euro.

Ermöglicht worden sei die Transaktion durch drei institutionelle Investoren, die zuvor eine Dreiviertelmillion Softmatic-Aktien zu einem Kurs unter 2,19 Euro von Malchow und Claes übernommen hätten, teilte Softmatic weiter mit. Aus der Spanne zwischen Verkauf der Anteile und dem Bezugspreis der neuen Aktien stehe dem Unternehmen zusätzliche Liquidität zur Verfügung. Mit der Transaktion hätten sowohl die beiden Altaktionäre als auch die Großinvestoren Vertrauen in die Gesellschaft bewiesen, hieß es in einer Pflichtmitteilung von Softmatic an die Börse. Geplant sei, die im vierten Quartal 2000 eingeleiteten Restrukturierung bis zur Jahresmitte abzuschließen.

Kapitalerhöhung notwendig

Der Vorstand erachte die Kapitalerhöhung für notwendig, um parallel zur Restrukturierung des Konzerns unter anderem angemessene Marketing- und Vetriebsaktivitäten finanzieren zu können, ohne den Liquiditätssockel der Gesellschaft angreifen zu müssen, teilte die Gesellschaft weiter mit.

Die Softmatic-Aktie lag am Mittag über 25 % im Plus bei 1,96 Euro. Neben der Kapitalerhöhung wirke das freundlichere Marktumfeld positiv auf den Kurs, sagte ein Händler. Die Softmatic-Aktien sind nach Händlerangaben ein beliebter Wert für spekulative Käufe, die schnell wieder abgestoßen werden. In den vergangenen Wochen sei der Wert bei dünnen Umsätzen stark schwankend gewesen, hieß es. "Genauso schnell, wie es jetzt nach oben geht, kann der Kurs auch wieder einbrechen", sagte ein Händler.

Die Anteilsscheine liegen derzeit rund 95 % unterhalb ihres im Februar 2000 erreichten Hochs von 35,10 Euro. Der Tiefststand wurde mit 0,99 Euro am 5. Januar 2001 festgestellt.

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