Zuwachs auf allen Kanälen
Beate Uhse spürt stärkere Nachfrage

Europas größter Erotikkonzern Beate Uhse hat die Nachfrageschwäche während der heißen Sommermonate gut überstanden. Umsatz und Gewinn sind in den ersten neun Monaten kräftig gestiegen.

HB FLENSBURG. Wie der Flensburger Erotikversender am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich das Vorsteuerergebnis von Januar bis September um 12,4 Prozent auf 14 Millionen Euro, während der Umsatz um 8,2 Prozent auf 197,1 Millionen zulegte. Zu dem Anstieg habe vor allem eine Trendwende im Einzelhandel sowie ein starkes Ertragswachstum im Internetgeschäft beigetragen, sagte eine Firmensprecherin.

So erhöhte sich der Umsatz im Einzelhandel im Berichtszeitraum um 2,5 Millionen Euro auf 52,5 Millionen. Im August hatte Konzernchef Otto Christian Lindemann berichtet, wegen der sommerlichen Hitze blieben die Sexshops weitgehend leer. Für das Gesamtjahr 2003 hatte Lindemann allerdings damals schon keine negativen Folgen für den Umsatz erwartet.

Im Internetgeschäft macht Beate Uhse nach wie vor das Problem der so genannten Dialer zu schaffen, welche das Geschäft mit Erotikseiten im Internet durch ihre illegale Gebührenpraxis in Verruf gebracht haben, wie die Firmensprecherin sagte. Trotz rückläufiger Umsätze sei es Beate Uhse aber gelungen, den Ertrag auch in diesem Bereich zu steigern.

Insgesamt erhöhte sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten neun Monaten auf 15,6 (Vorjahreszeitraum 14,5) Millionen. Der Reingewinn legte auf 8,1 Millionen von 6,8 Millionen Euro zu. Der operative Cash Flow von 12,1 Millionen habe den Vorjahreswert aber um 15,4 Prozent unterschritten. Als Grund dafür nannte das Unternehmen einen Anstieg der Umsatzsteuervorauszahlungen sowie geringere Steuerrückstellungen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Steigerung des Überschusses habe diesen Effekt nicht voll ausgleichen könnten, teilte Beate Uhse mit.

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