Zuwachs ist deutlich geringer geworden: Fraport spürt drohenden Irakkrieg

Zuwachs ist deutlich geringer geworden
Fraport spürt drohenden Irakkrieg

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport spürt bei den Passagierzahlen inzwischen die Angst der Reisenden vor einem Irakkrieg.

Reuters FRANKFURT. Zwar seien im Februar mehr Menschen vom größten deutschen Flughafen aus gefolgen als im gleichen Vorjahresmonat, teilte die im MDax gelistete Fraport AG am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Zuwachs sei allerdings deutlich geringer ausgefallen als noch im Januar. Die Zurückhaltung der Reisenden bei der Buchung von Flügen sei wegen des drohenden Irak-Krieges deutlich geworden, stellte Fraport fest. Das Frachtaufkommen stieg hingegen weiter im Vergleich zum Auftaktmonat 2003.

Im Februar seien in Frankfurt 3,274 Millionen Passagiere abgeflogen und gelandet, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, teilte Fraport mit. Im ersten Monat dieses Jahres waren am Main 3,5 Millionen Fluggäste gezählt worden, sieben Prozent mehr als im Januar 2002.

Nordafrika und Südeuropa weniger beliebt

Die Zurückhaltung der Verbraucher bei der Buchung von Flügen wegen eines möglichen Irak-Krieges habe sich bemerkbar gemacht. Besonders Ziele in Nordafrika und Südeuropa seien weniger beliebt gewesen. Der Interkontinentalverkehr habe hingegen einen wesentlichen Beitrag zum insgesamt positiven Ergebnis geleistet. Auch Ziele in Nordamerika und der Karibik seien für die Kunden attraktiv gewesen, ebenso China und Indien.

Das Frachtaufkommen, das als wichtiger Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung gilt, legte im Februar weiter zu. 122.601 Tonnen Fracht wurden umgeschlagen, 7,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Januar war das Frachtaufkommen um 5,2 Prozent auf knapp 111.000 Tonnen gewachsen. Der Abwärtstrend beim Luftpostaufkommen war im Februar weniger deutlich als im Vormonat. Bei einem Minus von 1,4 Prozent seien 10.866 Tonnen Post über den Frankfurter Flughafen transportiert worden. Im Januar hatte der Rückgang noch bei 6,4 Prozent gelegen.

Auch die Zahl der Flugbewegungen nahm weiter zu. Im Februar wurden 35.148 Starts und Landungen am Flughafen gezählt, ein Plus von 4,3 Prozent. Im Januar war die Zahl der Flugbewegungen um fünf Prozent auf 37.500 gestiegen.

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