Zuwachsraten in Asien von acht Prozent
Henkel-Chef über WM-Haarfärbeboom erfreut

Der Vorstandschef des Chemie- und Konsumgüterkonzerns Henkel hat während der Fußball-WM einen regelrechten Haarfärbeboom bei Asiaten ausgemacht - mit positiven Konsequenzen für sein Geschäft.

Reuters FRANKFURT. "Haben Sie die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgt? Haben Sie die Koreaner gesehen, die Japaner? Ist Ihnen deren Vorliebe zu gefärbten Haaren aufgefallen? Dieser Markt boomt in Asien. Und damit auch das Friseurgeschäft", sagte Ulrich Lehner in einem Gespräch der "Welt am Sonntag". Henkel ist ein bedeutender Anbieter auch von Haar- und Körperpflegeprodukten. Nach Angaben von Lehner hat das Düsseldorfer Unternehmen in der Region Zuwachsraten von acht Prozent. "Das sind wachsende Märkte und Marktanteile, die man sich von anderen holen kann."

Die Konsumflaute in Deutschland hinterlasse zwar auch bei Henkel Spuren, könne aber durch den hohen Auslandsanteil am Konzernumsatz ausgeglichen werden. "Wir machen nur 25 Prozent unseres Geschäfts in Deutschland. Insofern wird das schwächere Geschäft hier ausgeglichen durch gute Auslandsgeschäfte", sagte Lehner.

Im ersten Quartal 2002 hatte Henkel seinen Konzernumsatz zum Vorjahresquartal auf Basis der fortgeführten Geschäfte um 3,9 Prozent auf 2,41 Milliarden Euro gesteigert. Der Überschuss sank hingegen um 17 Prozent auf 93 Millionen Euro. Auch der Vorstandschef des weltweit zweitgrößten Sportartikelherstellers Adidas Salomon hatte nach millionenschweren Marketingausgaben zum Abschluss der Fußball-WM eine positive Bilanz gezogen. "Aus wirtschaftlicher Sicht war die WM sehr erfolgreich für Adidas", sagte Herbert Hainer in einem Interview. Sein Haus habe die selbstgestecken finanziellen Ziele bei der WM in Japan und Südkorea sicherlich übertroffen. Gleichwohl müsse noch abgewartet werden, wie viel am Ende in der Adidas-Kasse übrig bleibt.

Adidas gehörte zu den wichtigsten Sponsoren der diesjährigen WM. Rund 40 Millionen Euro hat sich die Traditionsfirma ihr Engagement kosten lassen. Zehn Mannschaften haben mit den dreistreifigen Fußball-Schuhen gespielt, darunter das deutsche Nationalteam von Trainer Rudi Völler, das am Sonntag nach einem 0:2 gegen Brasilien Vize-Weltmeister wurde. Zum Verkaufsschlager für Adidas während des Turniers in Japan und Südkorea wurden nach Angaben von Hainer vor allem die Trikots der japanischen und deutschen Nationalmannschaft.

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