Zuwächse in allen Unternehmenssparten
Bertelsmann-Springer will mit E-Business in den USA wachsen

Die Fachverlagsgruppe Bertelsmann-Springer hat das erste Geschäftsjahr 1999/2000 mit 1,34 Mrd. DM Umsatz abgeschlossen. Eines der wichtigsten Ziele sei jetzt der Ausbau des US-Geschäfts im E-Commerce.

dpa BERLIN. Die weltweit tätige Fachverlagsgruppe BertelsmannSpringer will die Marktanteile in den USA erhöhen. Für das Geschäftsjahr 2000/2001 werde insgesamt ein stabiles Wachstum von mehr als 10 % angestrebt, berichtete Verlagschef Jürgen Richter am Dienstag in Berlin. Als eines der wichtigsten Ziele nannte er die Erhöhung der Marktanteile in den USA im Internet-Handel zwischen Firmen. Gerade in den USA gäbe es eine Reihe interessanter Verlage, die das Programm hervorragend ergänzen würden.

Im ersten Geschäftsjahr des aus den Verlagsgruppen Bertelsmann Fachinformation und Springer hervorgegangenen Unternehmens hätten alle Sparten Zuwächse erzielt. Der Umsatz betrug 1999/2000 (30. Juni) 1,343 Mrd. DM, das Betriebsergebnis 144 Mill. DM (73,4 Mill. Euro). Die Umsatzrendite belief sich auf 10,7 %.

BertelsmannSpringer gehört mit rund 5 000 Beschäftigten zu den weltweit führenden Verlagsgruppen für Wissenschafts- und Fachliteratur. Mit rund 70 Verlagen und Niederlassungen ist die Gruppe in mehr als 15 Ländern in Europa, den USA und Asien präsent. Das Verlagsprogramm umfasst etwa 24 000 Buchtitel und 650 Zeitschriften. Mehr als die Hälfte der Publikationen erscheint in englischer Sprache. Im Mittelpunkt stehen die Segmente Wissenschaft, Wirtschaft, Technik, Medizin sowie Bau und Verkehr. Die Online- Aktivitäten sollen ein weiterer Eckpfeiler werden, hieß es.

Für den Ausbau der E-Business-Sparte sollen bis zu 150 Mill. DM investiert und etwa 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In diesem Zusammenhang beteiligt sich die Gruppe an der Venturepark Incubator AG mit 5 %. Die Ausgliederung des Internet- Dienstleisters Pixelpark (Berlin) leistet Starthilfe für junge Unternehmen im Bereich neue Medien. Weitere Kapitalgeber von Venturepark sind unter anderem Goldman Sachs, DaimlerChrysler und Dresdner Kleinwort Benson.

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