Zuwanderung ist nicht als Wahlkampfthema geeignet
Top-Manager am ehesten für 50 000 bis 100 000 Zuwanderer

Die deutsche Wirtschaft strebt bei einer entsprechenden Regelung am ehesten eine Zahl von 50 000 bis 100 000 Zuwanderern pro Jahr an.

HB DÜSSELDORF. 37Prozent der Top-Manager sind für eine solche Größenordnung. 23 Prozent votieren dafür, dass nur unter 50 000 Menschen jährlich nach Deutschland einwandern sollen. 24 Prozent meinen hingegen, dass sogar mehr als 100 000 Zuwanderer die beste Lösung seien. Dies ergab die repräsentative Befragung für den Monat September 2001 im Rahmen des Handelsblatt Business-Monitors (Freitagausgabe).

Besonders hoch ist die Zustimmung für den Korridor zwischen 50 000 und 100 000 Zuwanderern bei den Großunternehmen (43 %). Die Führungskräfte des Baugewerbes sind sogar mehrheitlich dafür (54 %).

Nach Ansicht einer klaren Mehrheit der deutschen Wirtschafts-Entscheider ist die Frage einer Zuwanderungsregelung kein Thema, das sich für einen Wahlkampf eignet. 61 Prozent plädieren dafür, dass die Parteien diese Frage aus dem Bundestagswahlkampf 2002 heraushalten sollten; diese Position hat sich im Vergleich zu November 2000 (58 %) noch etwas verstärkt. Hingegen sind 36 Prozent (November 2000: 40 %) der Ansicht, dies solle in den Wahlkampagnen der Parteien durchaus thematisiert werden.

Im Auftrag des Handelsblatts führt das Psephos-Institut für Wahlforschung und Sozialwissenschaft Befragungen eines repräsentativen Panels von Führungskräften der Wirtschaft in Deutschland durch. Diese werden - mit Ausnahme der Sommerpause - monatlich durchgeführt. Im Rahmen des Business-Monitors im September wurden vom Psephos-Telefonstudio, Hamburg, 813 Führungskräfte in der Zeit vom 21. August bis 7. September 2001 mit einem standardisierten Fragebogen befragt. Auf Grund der Stichprobenanlage ist die Befragung repräsentativ.

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