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Zvei: Wachstum des Bauelemente-Markts schwächt sich ab - Asien stark

Die elektronische Bauelemente-Branche muss sich auf ein geringeres Umsatzwachstum einstellen. Der Branchenzyklus schwäche sich ab, sowohl weltweit als auch in Deutschland, sagte der Vorsitzende des Fachverbands Zvei Electronic Components and Systems, Peter Bauer, am Mittwoch in München.

dpa-afx MÜNCHEN. Die elektronische Bauelemente-Branche muss sich auf ein geringeres Umsatzwachstum einstellen. Der Branchenzyklus schwäche sich ab, sowohl weltweit als auch in Deutschland, sagte der Vorsitzende des Fachverbands Zvei Electronic Components and Systems, Peter Bauer, am Mittwoch in München. Er erwarte eine sanfte Landung.

Bei den Regionen mache Asien weiter Boden gut. Für Europa bezeichnete Bauer die Automobil-Elektronik als "Stabilitätsfaktor". Auch die Industrieelektronik spiele eine große Rolle. Zugleich würden Produktionsstätten weiterhin von West- nach Osteuropa verlagert. Unterdessen haben sich 2004 die positiven Trends vor allem auf dem Weltmarkt für Elektronische Bauelemente aus Sicht des Zvei deutlich verstärkt.

Wachstum AUF Deutschem Markt Verlangsamt Sich

Der deutsche Bauelemente-Markt werde in diesem Jahr um 7,4 Prozent auf 17,0 Mrd. Euro zulegen. Im kommenden Jahr werde sich das Wachstum in leicht abgeschwächter Form fortsetzen. "Wir rechnen mit einem Plus von knapp fünf Prozent", sagte Bauer. "Dieses gesunde Wachstum des Inlandsmarktes für Elektronische Bauelemente wird durch alle wichtigen Abnehmersegmente getragen." In Deutschland ist die Kfz-Elektronik das größte Abnehmersegment, gefolgt von der Datentechnik, der Telekommunikation und der Industrieelektronik. Die Unterhaltungselektronik nehme dagegen eine immer kleinere Rolle in Deutschland ein. Auf dem Bauelemente-Markt sind unter anderem Infineon , Epcos und AT & S aktiv.

Der Weltmarkt wächst im laufenden Jahr aus Sicht des Zvei um knapp zwölf Prozent auf 264 Mrd. Euro und damit stärker als der deutsche Markt, wie der Experte des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (Zvei) prognostizierte. Auf Dollarbasis sagt er dem Weltmarkt ein Plus von 21,6 Prozent auf 324,2 Mrd. Dollar voraus (2003: +13,6% auf 266,6 Mrd Dollar). Im nächsten Jahr verlangsame sich das Wachstum dann. Der Zvei rechne mit einem Plus von zwei Prozent auf 330,8 Mrd. Dollar. In der europäischen Gemeinschaftswährung gerechnet dürfte der weltweite Markt um 4,4 Prozent auf 275,7 Mrd. Euro wachsen, also nicht so stark wie der deutsche Markt.

Marktanteile Verschieben Sich

Südostasien ist mit einem Anteil von 39 Prozent am gesamten Weltmarkt für elektronische Bauelemente die größte Abnehmerregion, wie Zvei-Experte Bauer sagte. An zweiter Stelle folge Amerika (21%), dicht gefolgt von den Hochlohn-Regionen Japan (20,4%) und Europa (18,5%). Diese Regionen hätten leichte Einbußen beim Marktanteil hinnehmen müssen. Der Anteil des deutschen Markt am Weltmarkt sinke 2004 leicht von 6,7 auf 6,4 Prozent. Innerhalb Europas stieg dagegen der Anteil Deutschlands auf Eurobasis um 0,3 Prozent auf 34,8 Prozent, wie Bauer betonte.

Als Wachstumstreiber im laufenden Jahr hob Zvei-Experte Bauer die Halbleiter-Bauelemente hervor, also Integrierte Schaltungen (Prozessoren, Speicherbausteine) oder Mikromechanische Sensoren. Bei den Passiven Bauelementen wie Kondensatoren oder Widerständen herrsche weiterhin ein Preiskampf. "Der spürbare Anstieg der Nachfrage nach passiven Bauelementen in Stückzahlen wird durch den anhaltenden Preisdruck teilweise kompensiert", meldete der Verband.

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