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Zwangsabfindung für Brau und Brunnen-Aktionäre- Dortmund bleibt Sitz

Die außerordentliche Hauptversammlung der Oetker- Tochter Brau- und Brunnen AG hat am Freitagabend eine Zwangsabfindung für die verbliebenen Kleinaktionäre und die Streichung des Firmensitzes Berlin beschlossen. Dortmund bleibt alleiniger Firmensitz.

dpa DORTMUND. Die außerordentliche Hauptversammlung der Oetker- Tochter Brau- und Brunnen AG hat am Freitagabend eine Zwangsabfindung für die verbliebenen Kleinaktionäre und die Streichung des Firmensitzes Berlin beschlossen. Dortmund bleibt alleiniger Firmensitz. Beiden Beschlüssen stimmten die Anteilseigner mit großer Mehrheit zu, sagte ein Sprecher in Dortmund. Je Aktie erhalten die Kleinaktionäre nun 88,51 Euro.

Bei der außerordentlichen Hauptversammlung hatte Brau und Brunnen zuvor angekündigt, nach der Zwangsabfindung der Kleinanleger ehemalige Aktionäre jährlich zu einer Informationsveranstaltung einzuladen. Die Altaktionäre sollen in den Jahren 2005 bis 2007 "bei einer zünftigen Brotzeit und gutem Bier auf dem Laufenden gehalten werden", sagte Vorstand Albert Christmann vor rund 200 Anteilseignern.

Mit 88,51 Euro je Aktie sollen die Kleinaktionäre von der Oetker Gruppe - 2,13 Euro mehr erhalten als zunächst angekündigt. Über seine Tochter RB Brauholding Gmbh hält Oetker mittlerweile rund 96,7 Prozent der Aktien von Brau und Brunnen. Aktionärsvertreter kritisierten die vorgeschlagene Abfindung als möglicherweise zu niedrig und verwiesen auf einen höheren Unternehmenswert.

Die Streichung von Berlin als Firmensitz soll aus Kostengründen geschehen. Künftig soll nur noch Dortmund Firmensitz sein. Christmann betonte, dass damit keine Nachteile für Kunden oder Mitarbeiter in Berlin verbunden seien.

Im ersten Halbjahr 2004 hatte der Dortmunder Getränkekonzern starke Absatzeinbußen erlitten und rote Zahlen geschrieben. Der Bierabsatz sackte um 7,7 Prozent auf 3,5 Mill. Hektoliter ab. Der Verlust vergrößerte sich im Jahresvergleich um 2,7 Mill. Euro auf 3,8 Mill. Euro, während der Umsatz um 8,9 Prozent auf 318,6 Mill. Euro fiel. Ende Juni beschäftigte der Konzern rund 3 050 Menschen.

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