Zwangspause für Angerer: Zwei Podiumsplätze für deutsche Langlauf-Asse

Zwangspause für Angerer
Zwei Podiumsplätze für deutsche Langlauf-Asse

Die deutschen Langlauf-Asse Evi Sachenbacher und Claudia Künzel haben im norwegischen Trondheim die Plätze zwei und drei beim Sprint-Weltcup erreicht. Besiegt wurden sie nur von der Norwegerin Marit Björgen.

HB TRONDHEIM. Als die beiden Deutschen bei der Siegerehrung über die Plätze zwei und drei jubelten, war Tobias Angerer bereits auf dem Weg ins Krankenhaus. Der hervorragende Auftritt der deutschen Langlauf-Asse beim Sprint-Weltcup im Tiefschnee von Trondheim wurde am Dienstag vom Pech des viertplatzierten Bayern getrübt. Angerer prallte im Zielsprint mit dem Knie gegen die aus einem Holzbalken bestehende Ziellinie. "Er hat eine Schnittwunde oberhalb des Knies und Prellungen. Außerdem befindet sich Wasser im Knie", sagte Bundestrainer Jochen Behle. Eine zunächst befürchtete schlimmere Verletzung bestätigte sich damit nicht. Gelenke und Bänder seien in Ordung.

Nach dem Sturz war sogar ein frühes Saisonende des Saisonaufsteigers und derzeitigen WC-Gesamt-Dritten befürchtet worden. Doch wie es derzeit aussieht, muss der Bayer nur am Donnerstag beim Weltcup im norwegischen Drammen pausieren. "Da kann er definitiv nicht laufen", sagte Behle. Für einen Start seines Schützlings am Samstag in Oslo stehen die Chancen nicht schlecht: "Da haben wir berechtigte Hoffnungen."

Über wichtige Punkte im Kampf um die große Kristallkugel konnte sich René Sommerfeldt freuen. Der Oberwiesenthaler wurde Neunter und verschaffte sich damit wieder mehr Luft im Kampf um die Weltcup- Krone. Sommerfeldt schied im Viertelfinale als Dritter seines Laufes zwar aus, ließ den Schweden Mathias Fredriksson aber im direkten Duell hinter sich und baute seinen Vorsprung im Gesamtklassement um weitere 13 Zähler aus. Bei sechs ausstehenden Wettbewerben liegt Sommerfeldt mit 733 Punkten deutlich vor Fredriksson (590) und Angerer (552). "Mit dem Ausgang bin ich sehr zufrieden, zumal die Bedingungen hier katastrophal waren", sagte Behle. Bei tiefem Schnee gab es zahlreiche Stürze, von denen auch Manuela Henkel im Halbfinale betroffen waren.

Unbeeindruckt von den widrigen Bedingungen stürmte "Rennfloh" Sachenbacher im Finale hinter der überlegenen Siegerin Marit Björgen aus Norwegen und vor Künzel auf Rang zwei und feierte damit endlich wieder ein Erfolgserlebnis. Nach frustrierenden Wochen mit dem Ausstieg beim Heim-Weltcup in Oberstdorf als negativem Höhepunkt meldete sich die Bayerin auf dem 1,2 km langen Stadtkurs von Trondheim eindrucksvoll in die Weltspitze zurück. "Sie hat sich hier hervorragend verkauft und den Podestplatz mit harter Arbeit verdient. Das war sehr wichtig, vor allem für die Psyche", lobte Behle die zuletzt in die Kritik geratene Staffel-Weltmeisterin.

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