Zwangsräumung
Köln: Fünf Schwerverletzte nach Explosion

Bei einer starken Explosion in einem Wohnhaus in der Kölner Innenstadt sind am Freitag fünf Menschen schwer verletzt worden. Vier von ihnen schwebten in Lebensgefahr. Die Polizei schloss einen terroristischen Hintergrund aus. Er gehe von einer Gasexplosion aus, sagte der Kölner Feuerwehrchef Stephan Neuhoff. Einige Menschen erlitten Rauchvergiftungen.

HB KÖLN. In dem dreistöckigen Haus sollte an diesem Freitag eine Zwangsräumung in der ersten Etage vollstreckt werden, sagte ein Polizeisprecher. Dort sei es auch gegen 9.00 Uhr zu der Explosion gekommen und Feuer ausgebrochen. Zum Zeitpunkt des Unglücks sei der Gerichtsvollzieher im Haus gewesen. Die Kriminalpolizei ermittelt. Das Haus liegt nahe dem belebten Kölner Neumarkt, der zugleich ein zentraler Verkehrsknotenpunkt ist.

Nach der Tragödie spielten sich dramatische Szenen ab: Über eine Drehleiter wurden ein Vater und ein Kind aus dem brennenden Dachgeschoss gerettet. Ein schwer verletzter Mann lief den Einsatzkräften auf der Straße schreiend entgegen. Ein Notarzt sagte: "Die schwer verletzten Personen müssen mitten in einem Feuerball gestanden haben."

Bei den Ermittlungen soll nach Angaben der Polizei geprüft werden, ob der Straftatbestand der fahrlässigen oder vorsätzlichen Körperverletzung vorliegt. Vier Opfer, die schwere Verbrennungen zweiten und dritten Grades erlitten, wurden in Kölner Kliniken gebracht. Zehn Leichtverletzte wurden vor Ort behandelt. Einige von ihnen erlitten einen Schock.

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Das rußgeschwärzte Haus sei zwar schwer beschädigt, aber nicht einsturzgefährdet, hieß es. Durch die Druckwelle gingen zahlreiche Fenster zu Bruch. Der Bereich um den Unglücksort wurde weiträumig abgesperrt. Eine Rettungshundestaffel des Roten Kreuzes sowie rund 70 Feuerwehrleute waren mit 40 Fahrzeugen im Einsatz.

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