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Zwanziger zu Maier-Aus: „Richtig so“

Der designierte geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die Trennung von Torwart-Trainer Sepp Maier als zwangsläufige Maßnahme eingestuft. „Richtig so“, erklärte Zwanziger im SWR.

dpa BERLIN. Der designierte geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger hat die Trennung von Torwart-Trainer Sepp Maier als zwangsläufige Maßnahme eingestuft. "Richtig so", erklärte Zwanziger im SWR.

Es sei nicht gut für den Erfolg, "wenn man so in die Öffentlichkeit geht", sagte der Schatzmeister des Deutschen Fußball- Bundes (DFB) zum Verhalten und Maiers parteiischen Äußerungen in der Auseinandersetzung zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann. Trotz des Streits um die Quartierfrage bei der WM 2006 stehe er hinter der neuen sportlichen Führung, die "sehr, sehr gute Arbeit" abliefere, betonte Zwanziger. Klinsmann sei ein "sehr guter und ehrgeiziger Mann mit einem Ziel".

In einem Interview mit dem Sportmagazin "Kicker" machte er zudem nochmals deutlich, dass die Nationalmannschaft trotz aller Ansprüche der Bundesliga klar eine Sache des Verbandes bleibt. Bis 2006 werde "die Nationalelf in einer Arbeitsgruppe zwischen Gerhard Mayer Vorfelder, Werner Hackmann, Horst R. Schmidt und mir unter Federführung von Herrn Mayer-Vorfelder geleitet", stellte Zwanziger klar. Einen Liga-Antrag, dass nur der bisherige DFB-Chef Mayer-Vorfelder und Liga-Präsident Hackmann für das Nationalteam verantwortlich zeichnen, räumte er auf dem DFB-Bundestag am 23. Oktober in Osnabrück keine Chance ein: "Dieser Antrag wird so, wie er da steht, keine Mehrheit finden."

Ohnehin würde dieser Antrag erst 2006 greifen und damit das Verhältnis des dann neu zu wählenden DFB-Präsidenten zur Liga regeln, konkretisierte Zwanziger. "Für mich gilt: Die Liga muss eingebunden sein in die Nationalelf." Denn diese habe natürlich eine große Mitverantwortung, die A-Nationalmannschaft sei aber auch eine Grundsäule der Finanzierung des DFB.

Auf dieser Basis kann sich Zwanziger auch die Neugestaltung des Grundlagenvertrages zwischen DFB und der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorstellen. "Die Liga ist bisher nicht an den Einnahmen von Welt- und Europameisterschaften beteiligt. Eine prozentuale Beteiligung halte ich für richtig. Da habe ich keine Probleme mit den Forderungen", sagte der 59-Jährige. Dageben sieht er für Liga-Forderungen an einer Beteiligung an den Einnahmen für die Ausrichtung der WM-Endrunde im eigenen Land keine Chance: "Da kalkulieren wir mit einer schwarzen Null. Da kann ich nicht im Voraus etwas verteilen, was ich nicht habe."

Von den negativen Auswirkungen der Kirch-Krise sei nicht nur die Liga, sondern auch der DFB betroffen. "Die momentanen Zahlungsströme zwischen DFB und Liga sind fast deckungsgleich", verriet der DFB - Schatzmeister. Aber ursprünglich sei es ein Geschäft gewesen, "wonach der DFB einen positiven Soldo von gut acht Mill. Euro hätte erwarten können".

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