Zwei Anschläge binnen weniger Stunden
Scharon will Arafat ausweisen

Nach dem neuen blutigen Selbstmordanschlag bei Tel Aviv erwägt der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon die Ausweisung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat.

dpa JERUSALEM. Der israelische Rundfunk meldete am Mittwoch ferner, Scharon werde unmittelbar nach seiner vorzeitigen Rückkehr aus den USA am Abend das Sicherheitskabinett einberufen, um weitere Schritte zu beraten.

Der ägyptische Präsident Husni Mubarak warnte unterdessen die israelische Regierung davor, Arafat weiter zu isolieren. "Ich möchte ihnen (den Israelis) sagen, dass sie sich, falls sie es mit dem Frieden ernst meinen, mit der gewählten Führung auseinander setzen müssen", mahnte Mubarak in Kairo.

Bei dem Anschlag in einer Spielhalle in Rischon Lezion südlich von Tel Aviv hatte in der Nacht ein palästinensischer Attentäter 16 Israelis mit sich in den Tod gerissen und Dutzende zum Teil schwer verletzt. Ein israelischer Armeesprecher sagte, das Militär bereite sich angesichts des neuen Terroranschlags auf eine mögliche neue Großoffensive in den Palästinensergebieten vor.

Auf einer Straße bei Megiddo im Norden Israels sprengte sich am Mittwoch erneut ein Selbstmordattentäter in die Luft, überlebte die Explosion jedoch mit Verletzungen. Israelische Soldaten, die an einer nahe gelegenen Bushaltestelle standen, blieben unverletzt. Die Sprengladung ging offenbar frühzeitig hoch.

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