Zwei Bauernhöfe im Umkreis von 3 Kilometern abgesperrt
Sperrbezirke sollen ausbreiten der Tierseuche verhindern

In den Kreisen Neuss und Aachen sind zwei Bauernhöfe im Umkreis von 3 Kilometern abgesperrt worden. Damit wollen die Behörden ein Ausbreiten der Tierseuche verhindern. Noch ist allerdings nicht klar, ob die Tiere auf den Höfen an der Seuche erkrankt waren.

ddp BERLIN/MÜNCHEN. Wegen des Anfangverdachts auf Maul- und Klauenseuche sind in den Kreisen Neuss und Aachen Sperrbezirke von je drei Kilometern um zwei Bauernhöfe errichtet worden. Wie das Landwirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalens am Dienstagabend weiter mitteilte, wurden bei fünf aus Großbritannien importierten Schafen dieser beiden Höfe Antikörper der Krankheit festgestellt. Eine weitere Untersuchung der Blut- und Gewebeproben durch die Bundesanstalt für Viruskrankheiten der Tiere soll in den kommenden Tagen ein endgültiges Ergebnis erbringen.

Zuvor hatte NRW-Landwirtschaftsministerin Bärbel Höhn (Grüne) im ZDF gesagt, die Proben seien nur leicht positiv, und es seien keine Viren festgestellt worden. Es stehe jedoch fest, dass die aus England importierten Tiere in den letzten Wochen mit dem Erreger der Seuche in Kontakt gekommen seien. "Wir stehen am Rande einer Katastrophe", betonte Höhn.

Bauernpräsident sieht neue Belastungen für Landwirte

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner sieht nun neue Belastungen auf die deutschen Landwirte zukommen: "Wir sind in großer Sorge", sagte er dem Magazin "Focus-Money". Der Bauernverband habe seine Mitglieder aufgefordert, "konsequent Vorsorge zu betreiben, keine fremden Personen in die Ställe zu lassen und die Tiere sorgfältig zu beobachten."

An der Maul- und Klauenseuche können offenbar entgegen der bisherigen offiziellen Darstellung auch Menschen erkranken. Bei einer Epidemie in Ostasien seien auch Menschen vom Erreger der Seuche infiziert worden, schreibt die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen Bericht der "Ärzte-Zeitung". In der Darstellung der angesehenen Fachzeitung heiße es: "Es bildeten sich Bläschen und Geschwüre an Haut und Schleimhaut - Die Menschen litten an Kopf- und Gliederschmerzen." Bisher hatten Experten, auch aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium, stets betont, die stark ansteckende Tierseuche sei für den Menschen völlig ungefährlich.

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