Zwei Büros von McCain geräumt
Drohbriefe legen Wahlkampf lahm

Ein verdächtiges Pulver und Drohschreiben enthielten Briefe, die in zwei Wahlkampfbüros des US-Präsidentschaftskandidaten John McCain eingegangen sind. Die Büros wurden vorübergehend geräumt. Zwar erwies sich die Bedrohung als Fehlalarm, aber sie weckte unangenehme Erinnerungen.

HB DENVER. Das Schreiben wurde am Donnerstag Nachmittag von einem Mitarbeiter des regionalen Hauptquartiers der McCain-Kampagne in Centennial bei Denver geöffnet, wie ein Sprecher des Secret Service mitteilte. Der Inhalt habe sich später als ungefährlich herausgestellt. In einem Wahlkampf-Büro in New Hampshire sorgte daraufhin ein aus Denver kommender Brief kurzzeitig für Aufregung, der jedoch keinen auffälligen Inhalt hatte.

Wegen der in dem ersten Brief enthaltenen, nicht näher bezeichneten Drohung und eines zunächst nicht identifizierten weißen Pulvers hätten sich vier Mitarbeiter des Büros in ein Krankenhaus begeben, hieß es weiter. Sieben weitere sowie vier hinzugerufene Helfer von Rettungsdiensten seien vorsorglich in Quarantäne genommen worden. Keiner der Betroffenen habe aber über gesundheitliche Beschwerden geklagt. Als Absender des Briefs wurde nach Angaben des Secret Service binnen weniger Stunden ein Häftling in einem Gefängnis in Colorado ausgemacht, der schon früher mehrfach Drohschreiben verschickt habe.

Der Vorfall weckte Erinnerungen an eine Reihe von Briefen mit hochgiftigen Milzbrand-Erregern, die im Herbst 2001 an Büros des US-Kongresses und verschiedener Medien versandt worden waren. Durch die Anschläge starben seinerzeit fünf Menschen. Das FBI erklärte die Ermittlungen zu den Milzbrand-Briefen kürzlich für beendet und benannte als mutmaßlichen Urheber einen Wissenschaftler im Dienst der Armee, der Ende Juli Selbstmord begangen hatte.

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