Zwei Chip-Fabriken werden geschlossen
AMD entlässt 2300 Mitarbeiter

Der amerikanische Chip-Hersteller Advanced Micro Devices Inc. (AMD) will bis zum Ende des zweiten Quartals 2002 weltweit 2300 Mitarbeiter und damit 15 % seiner Belegschaft entlassen.

dpa SUNNYVALE. Auch zwei alte Chip-Fabriken in Austin (Texas) sollen geschlossen werden. Dies teilte AMD, der nach Intel zweitgrößte PC- Chiphersteller der Welt, am Dienstag (Ortszeit) mit.

Zuvor hatte der amerikanische Computerhersteller Gateway AMD einen Schlag versetzt. Gateway will keine AMD-Chips mehr verwenden, sondern will nur noch Intel-Chips einsetzen. Damit soll die Produktion vereinfacht und Kosten gespart werden.

Intel hatte mit drastischen Preiskürzungen für seine Pentium 4- Chips auf die im ersten Halbjahr 2001 verbuchten Marktanteilgewinne von AMD reagiert. AMD musste hierauf seine Preise entsprechend senken. Das Unternehmen leidet außerdem unter der schwachen Verfassung des PC- und Handy-Marktes.

Der Chiphersteller hatte im August angekündigt, dass es im dritten Quartal einen 15-prozentigen Umsatzrückgang geben könnte. Die Analysten erwarten einen Quartalsverlust von etwa zehn Cents je Aktie.

Die AMD-Aktien sind am Dienstag um 7,7 % auf 9,05 $ gefallen. Insgesamt sind die Papiere in den letzten zwölf Monaten um 64 % eingebrochen.

Bei AMD gehen 1000 Stellen bei der Schließung der beiden Chip- Fabriken in Austin verloren. Die restlichen Arbeitsplätze werden bei Umstrukturierungen der Operationen in Penang (Malaysia) wegfallen.

AMD wird im laufenden Quartal Sonderbelastungen von 80 Mill. $ bis 100 Mill. $ (212 Mio DM/108 Mio Euro) verbuchen und verspricht sich Kostenersparnisse von jährlich 125 Mill. $.

AMD will sich auf PC-Chips sowie so genannte Flash Memory-Chips konzentrieren, die Daten speichern wenn Handys oder handgroße Computer abgeschaltet werden. Dies seien die vielversprechendsten Produkte, betonte AMD-Chef W.J. Sanders.

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