Zwei Deutsche freigelassen
Geiselnehmer: "Wir wollen kein Blut vergießen"

Die Geiselnehmer in Istanbul haben in einer Erklärung betont, dass sie kein Blut vergießen wollen. Die schwer bewaffneten Männer wollen die Aktion im Swissotel "Bosphorus" aber so lange fortsetzen, bis ihre Forderungen positiv beantwortet werden, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Montag.

dpa ISTANBUL. Was genau die Geiselnehmer verlangen, war noch unklar. Die Männer bedauerten, dass "die Gäste des Hotels für einige Zeit gezwungenermaßen ihre Gäste" seien. Sie wollten Kinder, Frauen, alte Menschen und Kranke frei lassen. Als Zeichen "des guten Willens" sollen zuerst türkische Staatsbürger freigelassen werden, hieß es.

In der Nacht waren bereits zwei deutsche Geiseln freigelassen worden, hatte das deutsche Generalkonsulat unter Berufung auf die Polizei mitgeteilt. Unterschiedlichen Berichten zufolge haben die 20 bis 25 pro-tschetschenischen Männer zwischen 60 und 100 Menschen in ihrer Gewalt, darunter vermutlich mehrere Ausländer.

Die Geiselnehmer hatten gegen Mitternacht (Ortszeit) das Luxushotel im europäischen Stadtteil Besiktas gestürmt. Die Männer betonten, sie seien keine Terroristen. "Sollte auch nur ein einziger Tropfen Blut vergossen werden, so werden wir ganz sicher nicht dafür verantwortlich sein", sagten sie laut Anadolu.

Bei den Geiselnehmern handelt es sich den Berichten zufolge um eine Gruppe, die Muhammed Tokcan nahe steht: Die Gruppierung hatte 1996 aus Protest gegen den Tschetschenien-Krieg die Schwarzmeer-Fähre "Avrasya" entführt.

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