Zwei Jahre nach dem ersten Auftreten
BSE: Immer noch keine Entwarnung

Zwei Jahre nach dem ersten Nachweis der Seuche BSE an einem deutschen Rind sieht Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) noch keinen Grund zur Entwarnung.

Reuters BERLIN. "Keine Entwarnung heißt, es gibt keinerlei Grund, die ergriffenen Maßnahmen wieder rückgängig zu machen", sagte Künast am Freitag in Berlin. Derzeit seien in Deutschland 225 Fälle von BSE amtlich bestätigt, darunter 93 aus diesem Jahr und 125 aus 2001. Dennoch sei der Verzehr von Rindfleisch "heute so sicher wie schon lange nicht mehr", fügte die Ministerin hinzu. "Das Verhältnis der Verbraucher ist ganz entspannt." Der Konsum sei fast wieder auf dem Niveau vor der BSE-Krise.

Künast sagte, umfangreiche Kontrollen und das Verbot von Tiermehlfütterung hätten das Vertrauen der Verbraucher wieder gestärkt. Seit November 2000 wurden nach Angaben des Ministeriums rund 5,5 Mill. BSE-Schnelltests an Schlachtrindern über 24 Monaten vorgenommen. Künast will zudem nach eigenen Worten an der bei den Landwirten umstrittenen Kohortentötung festhalten. Dies bedeutet, dass der ganze Rinderbestand getötet werden muss, wenn bei einem Tier BSE festgestellt wird.

BSE-verseuchtes Rindfleisch steht im Verdacht, bei Menschen die lebensgefährliche Creutzfeld-Jacob-Krankheit auszulösen. Am 26. November 2000 wurde BSE zum ersten Mal bei einem in Deutschland geborenen Rind festgestellt.

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