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Zwei Klagen drohen: Pharma-Riese Schering-Plough bricht ein

Der Pharma-Hersteller Schering-Plough ist am Donnerstag gleich von zwei Seiten unter Beschuss geraten. Der Kurs der Aktie fiel am Vormittag um fast vier Prozent, nachdem bekannt geworden war, dass dem Konzern zwei teure Klagen ins Haus stehen.

Ein Verband amerikanischer Verbraucherschützer macht Schering-Plough für den Tod von 17 Patienten verantwortlich, die fehlerhafte Asthma-Inhalatoren benutzt hatten. Der Konzern hatte zwischen September 1999 und März 2000 mehrere Millionen Apparate zurückgerufen. Die Kläger behaupten jedoch, Shering-Plough habe zu spät reagiert und hätte mit drastischeren Rückruf-Aktionen einige Todesfälle verhindern können. Eine weitere Verbraucherschützer-Allianz klagt gegen die angeblich irreführende Werbung für das Antihistamin "Claritin". Der Konzern bewerbe ein zu teures, allerdings oft unwirksames Medikament und täusche so den Verbraucher, sagte ein Sprecher der Klägergruppe. Eine Shering-Plough-Sprecherin erklärte, man sehe dem Prozess gelassen entgegen: "Claritin ist die Nummer Eins, weil es ein gutes Mittel ist. Das beste Marketing könnte ein schlechtes Produkt nicht so erfolgreich machen." "Claritin" ist das meistverkaufte Antihistamin in den USA, es bringt Schering-Plough jährlich mehr als zwei Milliarden Dollar Umsatz.

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