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Zwei MDax-Aspiranten im Fokus

Die von der Deutschen Börse zur Aufnahme in den Börsenindex MDax vorgeschlagenen Stada Arzneimittel AG konzentriert sich vor allem auf die Herstellung und den Vertrieb von kostengünstigen Nachahmermedikamenten (Generika), Mittel zur Selbstmedikation und auf Spezialpharmazeutika. Die ebenfalls vor einer Aufnahme in den Nebenwerte-Index stehende Würzburger Koenig & Bauer AG(KBA) ist der drittgrößte Druckmaschinenhersteller der Welt und der älteste noch bestehende Druckmaschinenbauer in Deutschland.

rtr FRANKFURT/ WÜRZBURG. Das mittelständische Unternehmen Stada mit Sitz im hessischen Bad Vilbel betreibt selbst keine Grundlagenforschung. Stada nahm nach Einschätzung von Experten gemessen an der Zahl der verkauften Arzneimittelpräparate im vergangenen Jahr in Deutschland den fünften Platz ein. Der Schwerpunkt der Geschäfte liegt in Europa. Stada ist mit 24 Tochtergesellschaften in 15 verschiedenen Ländern tätig.

Zuletzt war das Unternehmen in den jungen Markt für Biogenerika eingestiegen und hatte eine Kooperation mit der niederländischen DSM Biologics geschlossen, einer Tochter der Chemie-Gruppe DSM, die vor allem im Geschäft mit der Life Science, mit Polymeren und Industriechemikalien aktiv ist. Ziel ist dabei unter anderem, biotechnologisch hergestellte Hormone nach dem Ablauf des Patentschutzes nachzubauen und zu vertreiben.

Im Anfangsquartal 2001 hatte Stada seinen Umsatz noch stärker als den Gewinn steigern können. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) nahm war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf 41,4 Mill. DM gestiegen. Der Umsatz kletterte im gleichen Zeitraum um 14 % auf 264,4 Mill. DM. Für das Gesamtjahr 2001 erwartet Stada einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Mark.

Koenig & Bauer baut seit 1817 Druckmaschinen

Der Würzburger Druckmaschinenbauer Koenig & Bauer AG(KBA) wurde 1817 in Würzburg gegründet und war bis 1991 reiner Hersteller von Zeitungsdruckmaschinen. Mit der 1997 abgeschlossenen Übernahme der sächsischen Planeta in Radebeul bei Dresden kamen Bogendruckmaschinen hinzu, die inzwischen fast 50 % vom Umsatz ausmachen. Der Umsatz des Konzerns stieg im vergangenen Jahr erstmals über die Schwelle von zwei Mrd. DM.

Das Traditionsunternehmen deckt zusammen mit den beiden Weltmarktführern Heidelberger Druckund MAN Roland rund 70 % des Weltmarktes ab. "Wir wussten, dass wir ein aussichtsreicher Kandidat sind. Aber es kam doch überraschend, dass wir schon diesmal dran sind", kommentierte ein Sprecher am Mittwoch den Aufstieg in den MDax.

Die bereits 1920 in eine Aktiengesellschaft umgewandelte KBA ist seit 1985 börsennotiert. Mit dem Start des SMax am 26. April 1999 war das Unternehmen Teil des Kleinwertesegments und von Anfang an einer der größten zehn Werte im SDax. Die Familie Bolza-Schünemann, die zwei der sieben Vorstände stellt, hält 51 % des KBA-Stammkapitals, 12,5 % liegen bei der Londoner De plc. 36,5 % der Stammaktien sowie die Vorzüge sind im Streubesitz.

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