Zwei Milliarden Dollar Verkaufserlös
EDS verkauft Designsoftware-Sparte

Der IT-Dienstleister EDS hat seine Designsoftware-Sparte für 2,05 Mrd. $ an drei Private-Equity-Firmen verkauft. Der US-Konzern will sich stärker auf das Kerngeschäft, die Aufbau und Wartung von Computernetzwerken, konzentrieren. In diesem Bereich hat EDS zuletzt Kunden und Marktanteile verloren.

wsj/tmo NEW YORK. Die Käufer - Bain Capital LLC, Silver Lake Partners LP und Warburg Pincus LLC - bezeichnen die Transaktion als weltgrößten Buy-Out im Technologiebereich. Die bisherige EDS-Sparte UGS PLM Solutions bietet Software an, mit der zum Beispiel der Flugzeughersteller Boeing und der Autobauer General Motors neue Modelle am Bildschirm entwerfen.

EDS will sich auf Dienstleistungen für andere Firmen (Outsourcing) konzentrieren. Mit dem Verkaufserlös füllt das Unternehmen seine Kasse, um eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit zu verhindern. Die Ratingagentur Moody's setzte EDS kürzlich auf die Beobachtungsliste für eine Herabstufung. Als Gründe gab Moody's Schwierigkeiten bei EDS mit einem großen Outsourcing-Kunden und anhaltende Kundenverluste an.

Der jetzt abgeschlossene Verkauf ist Teil eines größeren Umbauprogramms. EDS hat in den vergangenen eineinhalb Jahren 2000 Stellen abgebaut. Die Käufer der Software-Sparte setzten sich gegen ein Konsortium von Kohlberg, Kravis, Roberts, Golden Gate Capital und Texas Pacific Group durch. Den Kaufpreis für die Designsoftware-Sparte bezeichneten Investmentbanker als hoch. Er entspricht dem 2,3-fachen der jährlichen Einnahmen. Die Sparte erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 150 Mill. $ mit 5000 Angestellten.

Quelle: Handelsblatt Nr. 053 vom 16.03.04 Seite 16

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